Kathleen Weise
Bevor 2007 bei Beltz & Gelberg der Roman „Code S2“ herauskam, erschienen Geschichten von Kathleen Weise in Anthologien wie „Liber Vampirorum III“ (2003) und in den von Walther Diociaiuti herausgegebenen U-Books-Bänden „PsychoGhost“ (2004) und „Amazonen“ (2005); „Krähenschreie“ und „Die Spinnenfrau“ lagen 2005 auch auf Italienisch vor. Boris Koch nahm „Die Geschichte der Äonenwürmer“ in seinen Sammelband „Allem Fleisch ein Greuel“ (2005) auf. Geboren 1978 in Leipzig, studierte sie von 1997 bis 2000 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig Prosa und Dramatik/Neue Medien und machte sich 2003 als Autorin und Lektorin selbstständig. Viele Jahre arbeitete sie im Literaturbüro Leipzig mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit. Nach „Code S2“ brachte Beltz & Gelberg 2008 ihren Roman „Langer Schatten“ heraus. Mit Boris Koch schrieb sie „Der Königsschlüssel“, 2009 bei Heyne erschienen. Bei Planet Girl folgten 2011 der historische Mysteryroman „Im Land des Voodoo-Mondes“ und der historische Jugendroman „Blutrote Lilien“, 2012 der Jugendthriller „Aschenputtels letzter Tanz“. Für „Blutrote Lilien“ erhielt sie 2011 die Auszeichnung Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und ein Aufenthaltsstipendium des Hausacher Leselenz. Bei Medusenblut in Leipzig veröffentlichte sie 2016 die phantastischen Erzählungen „Von Frauen und Insekten“ und 2017 das Kinderbuch „Das Glasmädchen“. Es folgten der Kriminalroman „Das falsche Grab“ (Ullstein Midnight, 2018) und das Jugendbuch „Wenn wir nach den Sternen greifen“ (Ueberreuter, 2019). 2021 brachte Heyne ihren Science-Fiction-Roman „Der vierte Mond“ heraus, benannt nach Kallisto, dem letzten der vier galileischen Jupitermonde, zu dem Anfang des 22. Jahrhunderts eine Mission aufbricht. Das Hamburger Abendblatt schrieb, Weise behandle darin auch Fragen der evolutionären Anpassung und kreise dabei um außerirdisches Leben, das nicht den üblichen Alien-Klischees entspreche. 2022 war das Buch für den Phantastikpreis Seraph in der Kategorie Bestes Buch und für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert.
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