Lawrence M. Schoen
Lawrence M. Schoen unterrichtete Psychologie am Lake Forest College in Illinois, als 1990 in der Zeitschrift "Strange Plasma" seine erste Science-Fiction-Erzählung erschien, "Past Waves". Schoen wurde am 27. Juli 1959 in Chicago geboren und wuchs in Culver City in Südkalifornien auf. An der California State University in Northridge studierte er Psychologie, Linguistik und Psycholinguistik, schloss 1983 mit dem Bachelor ab und wurde 1987 in kognitiver Psychologie promoviert. Danach lehrte er am New College of Florida, in Lake Forest und am Chestnut Hill College bei Philadelphia. Von 2002 bis 2018 leitete er die Abteilung für Forschung und Analytik des Wedge Medical Center in Philadelphia. 1991 gründete er das Klingon Language Institute zur Kunstsprache Klingonisch aus dem "Star Trek"-Universum. Als dessen Direktor organisierte er eine jährliche Konferenz der Klingonischsprechenden und gab klingonische Übersetzungen von Shakespeares "Hamlet" und "Was ihr wollt", des Gilgamesch-Epos und von Laozis Daodejing heraus. Seine Reihe um Amazing Conroy, einen raumfahrenden Bühnenhypnotiseur mit dem Alien Reggie an seiner Seite, einem alles fressenden und Sauerstoff furzenden Buffalito, umfasste bis 2018 zwei Romane und vier Erzählbände. 2007 war Schoen Finalist des John W. Campbell Award als bester neuer Autor, 2010 war seine Kurzgeschichte "The Moment" für den Hugo Award nominiert, und mehrere Kurzromane um Conroy standen auf der Auswahlliste des Nebula Award. 2015 begann er mit "Barsk: The Elephants' Graveyard" bei Tor Books einen neuen Zyklus. Er spielt in einer fernen Zukunft, in der die Menschheit verschwunden ist und Nachfahren hochgezüchteter, intelligenter Tiere die Galaxis besiedelt haben; die Fant, eine Rasse menschenähnlicher Elefanten, wurden auf den Planeten Barsk verbannt und entwickelten dort Drogen wie Koph, mit dem sich mit kürzlich Verstorbenen sprechen lässt. Der Roman war 2016 für den Nebula Award nominiert, 2018 folgte "The Moons of Barsk". 2006 gründete Schoen den Kleinverlag Paper Golem, der neue Autoren und den sonst vernachlässigten Kurzroman veröffentlichen will; dort erschienen die Anthologiereihen "Alembical" und "Cucurbital", und J. Kathleen Cheneys Kurzroman "Iron Shoes" aus "Alembical 2" wurde für den Nebula nominiert. Für seine ehrenamtliche Arbeit bei der SFWA, bis 2016 als Wahlleiter, zeichnete ihn die Vereinigung 2016 aus. Die Hypnose, mit der sein Held auf der Bühne auftritt, setzte Schoen ab 2013 auch selbst ein: Er bot Autoren eine Behandlung von Schreibblockaden durch Hypnose an.
- Geboren
- 27. Juli 1959
- Nationalität
- Vereinigte Staaten