M. K. Hobson

Das Wort "Bustlepunk" stammt von M. K. Hobson. Im Oktober 2009 schrieb sie, angeregt durch eine Diskussion im LiveJournal-Blog von Serge Broom, ein nicht ganz ernst gemeintes Bustlepunk-Manifest, benannt nach der Tournüre, englisch bustle. Gemeint war eine im 19. Jahrhundert angesiedelte historische Fantasy, in der anders als im Steampunk weniger dampfbetriebene Roboter im Mittelpunkt stehen sollten als die Beziehungen zwischen den Geschlechtern und die Lage der Frauen; als Beispiele nannte sie neben eigenen Erzählungen Gail Carriger, Cherie Priest, Mary Robinette Kowal, Sherwood Smith und Susan Krinard. Geboren wurde sie als Mary Catherine Koroloff am 21. Januar 1969 in Riverside in Kalifornien. Sie wuchs in Portland, Oregon, auf und studierte Englisch und Film an der University of Oregon. Weil sie in Portland keine Arbeit beim Film fand und nicht nach Los Angeles ziehen wollte, ging sie ins Marketing, arbeitete sechs Jahre für eine Werbefirma und machte sich 2006 selbständig. Anfang der 1990er Jahre erschienen einige Kurzgeschichten unter ihrem Geburtsnamen. Die erste professionelle Veröffentlichung als M. K. Hobson war "Daughter of the Monkey God" 2003 im Webzine "Sci Fiction", 2005 erschien "Domovoi" in "The Magazine of Fantasy and Science Fiction". Bis 2010 kamen mehr als dreißig Erzählungen zusammen; "The Hand of the Devil on a String" stand 2008 auf der Empfehlungsliste von "Best American Fantasy". Ihr erster Roman "The Native Star" (2010) spielt 1876 in einer Fantasy-Version des Wilden Westens, in der Magie funktioniert: Eine Hexe aus einer Kleinstadt in der Sierra Nevada flieht mit dem überheblichen New Yorker Hexer Dreadnought Stanton quer durch die Vereinigten Staaten. Das Buch wurde für den Nebula Award als bester Roman nominiert. "The Hidden Goddess" (2011) und "The Warlock's Curse" (2012), der 1910 spielt, setzten die Reihe Veneficas Americana fort. Der Begriff gewann ein Eigenleben, das sie so nicht beabsichtigt hatte: Als Alyx Dellamonica 2011 in einer Besprechung von "The Hidden Goddess" Bustlepunk die sanftere Cousine des Steampunk nannte und Mike Perschon das aufgriff, präzisierte Hobson in "Bustlepunk Revisited" ihre Absicht und beschrieb ihn als historische Fantasy aus feministischem Blickwinkel. Ihre eigene Reihe nannte sie New Weird West Bustlepunk. Mit Douglas Lain gab sie das Fanzine "Diet Soap" heraus, beim Podcast "Podcastle" moderierte sie mit. 2015 kehrte sie den sozialen Netzwerken den Rücken, im selben Jahr erschienen "The Ladies and the Gentlemen" und die Erzählung "The Last Unenlightened Man".

Geboren
21. Januar 1969
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher