Malka Older
Mehr als zehn Jahre arbeitete Malka Older in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, im Feld wie in der Organisation, und war an der Hilfe nach Notlagen und Naturkatastrophen in Sri Lanka, Uganda, Darfur, Indonesien, Japan und Mali beteiligt; diese Arbeit floss in ihr Schreiben ein. Older wurde am 30. Oktober 1977 geboren und studierte Literatur an der Harvard University. An der School of Advanced International Studies der Johns Hopkins University erwarb sie einen Master in internationalen Beziehungen und Wirtschaft, 2019 wurde sie an der Sciences Po in Paris promoviert, mit einer Arbeit über das Zusammenspiel der Verwaltungsebenen in der Katastrophenhilfe nach dem Hurrikan Katrina und dem Tōhoku-Tsunami 2011. 2015 ernannte sie der Carnegie Council for Ethics in International Affairs zum Senior Fellow for Technology and Risk. Ihr erster Roman „Infomocracy“ erschien 2016 bei Tor Books und eröffnete die Trilogie „The Centenal Cycle“, die „Null States“ (2017) und „State Tectonics“ (2018) fortsetzten. 2017 war Older Finalistin für den John W. Campbell Award als beste neue Autorin. „State Tectonics“ war 2019 für den Prometheus Award nominiert, im selben Jahr stand die Trilogie in der Endauswahl des Hugo Award für die beste Serie. Für Serial Box gehörte sie neben Fran Wilde, Jacqueline Koyanagi und Curtis C. Chen zu den Autoren von „Ninth Step Station“ (2019), einer Krimiserie im zwischen China und den USA geteilten Tokio. Mit „The Mimicking of Known Successes“ begann 2023 bei Tor die Reihe um die Ermittlerin Mossa und die Gelehrte Pleiti: Die Menschheit lebt auf schwebenden Plattformen in der Atmosphäre des Jupiter, und Mossa sucht einen verschwundenen Mann. Die Novelle war für den Nebula Award nominiert und stand 2024 in der Endauswahl des Hugo Award und des Locus Award. „The Imposition of Unnecessary Obstacles“ (2024) stand 2025 in der Endauswahl des Locus Award; im selben Jahr erschien „The Potency of Ungovernable Impulses“. 2021 wurde Older Faculty Associate an der School for the Future of Innovation in Society der Arizona State University, im September 2024 übernahm sie die Leitung der Organisation Global Voices. Mit Karen Lord und Annalee Newitz gab sie „We Will Rise Again“ heraus, 2026 mit dem Locus Award als beste Anthologie und dem Ignyte Award ausgezeichnet.