Martin Baresch

"Ich bin halt viele!" Unter dieses ironische Motto stellt Martin Baresch, was er unter zwei bürgerlichen Namen und zahlreichen Pseudonymen quer durch die Genres geschrieben und übersetzt hat: mehr als 600 Heftromane, rund 100 übersetzte Romane, dazu Jugendbücher, Thriller und Bücher zu Filmen. Geboren wurde er als Martin Eisele am 14. September 1954 in Eislingen/Fils. Schon als Kind las er viel, von Comics bis zu Karl May, Charles Dickens, H. P. Lovecraft und B. Traven, und schrieb eigene Geschichten. Mit zehn Jahren bekam er eine mechanische Reiseschreibmaschine und einen Schreibmaschinen-Fernlehrgang geschenkt; er selbst nennt das ein Schlüsselerlebnis, das ihm ein Gefühl der Freiheit gab. Nach einer Ausbildung im Bankenbereich stieß ihn die Arbeit als Prüfungsassistent in der Bankenrevision so ab, dass er daneben umso besessener schrieb, bis er einen Romantic Thriller, den er schon mit 17 vollendet hatte, an den Kelter Verlag verkaufte. Damit begann eine Heftromanproduktion, bald auch für Bastei, wo er Headwriter der Grusel-Serie "Damona King" wurde; für "Geisterjäger John Sinclair" schrieb er zeitweise, wie andere Autoren auch, unter dem Pseudonym Jason Dark. Den ersten großen Erfolg hatte er als Martin Eisele mit der fünfbändigen Fantasy-Jugendbuchreihe "Camelon". Dann schrieb er die Bücher zu den ersten vier Filmen Roland Emmerichs, von "Das Arche-Noah-Prinzip" (1984) bis "Moon 44" (1990), und arbeitete an der Konzeption des Films "Nekropol" mit, aus dem schließlich "Stargate" wurde. Den Roman zu "Stargate", im März 1995 erschienen, hatte er nicht nur übersetzt, sondern in weiten Teilen selbst geschrieben. Das öffentliche Interesse mündete danach in einen Rummel, den er als lawinenartig empfand. Um sich dem öffentlichen Interesse und der Schublade des Filmbuchautors zu entziehen, nahm er im März 1995 rechtsverbindlich den Namen Baresch an und veröffentlichte eigene Romane bis 2013 fast nur noch unter Pseudonym. 1999 lieferte er als Martin Eisele noch das von Fans kontrovers aufgenommene Buch "Kinder der Götter" zum Pilotfilm der Serie "Stargate SG-1". Seine Übersetzungen entstanden zwischen 1978 und 2010, und Nancy Farmers "Das Skorpionenhaus" erhielt in seiner Übersetzung 2004 den Buxtehuder Bullen. Derzeit schreibt er rund acht Monate im Jahr als Ghostwriter Treatments und Drehbücher für Serien von Streamingdiensten. Seit dem Frühjahr 2019 erschienen von ihm Thriller als E-Books, 2021 folgten der Fantasyroman "Kleiner Sohn des Unsichtbaren Volkes" und die Geschichtensammlung "Der Zauberzirkus".

Nationalität
Deutschland

Bücher