Matt Dinniman
Nach dem College schrieb Matt Dinniman bei einer Zeitung in Yakima im Bundesstaat Washington Nachrufe. Um dort weiterzukommen, gab er vor, Adobe Photoshop zu beherrschen, und entdeckte so seine zeichnerische Seite; damit zog er später über Katzenausstellungen und zeichnete die Tiere für ihre Besitzer. Gelesen und geschrieben hatte er schon als Kind. Seinen ersten Roman begann er im letzten Jahr an der Sabino High School, daraus wurde die 2003 erschienene Trilogie The Shivered Sky. Nach der University of Arizona und dem Prescott College belegte er Kurse in kreativem Schreiben am Pima Community College in Tucson. Neben den Ausstellungen erschienen in den 2010er Jahren unter anderem „The Grinding“ (2013, deutsch 2014 bei Deltus als „Der gefräßige Grinder“) und zwei Bände der Reihe Dominion of Blades. In den Pausen der Ausstellungen begann er „Dungeon Crawler Carl“. Schon vorher wollte er einen Roman um ein tödliches Spiel schreiben, und eine schildpattfarbene Perserkatze, die er auf einer Ausstellung gesehen hatte, wurde zu Princess Donut. Die Kapitel stellte er auf die Plattform Royal Road, wo sie schnell Leser fanden. Als 2020 in der Pandemie die meisten Ausstellungen ausfielen, schrieb er an der Reihe hauptberuflich und brachte den ersten Band am 2. Oktober 2020 im Selbstverlag bei Amazon heraus. Die Hörbücher sprach Jeff Hays ein, produziert mit seiner Firma Soundbooth Theater; nach Dinnimans Angabe übertrafen sie die gedruckten Ausgaben und E-Books im Verkauf. 2024 übernahm Ace Books, ein Verlag von Penguin Random House, die Druckrechte, die digitalen behielt Dinniman. Bis Juli 2026 hatten sich die ersten acht Bände über vierzehn Millionen Mal verkauft, Peacock gab eine Fernsehserie in Auftrag. 2026 begann Fischer Tor mit der deutschen Ausgabe. Ebenfalls 2026 erschien bei Ace der Einzelroman „Operation Bounce House“ über Siedler, die ihre Heimat gegen den Plan verteidigen, sie vom Planeten zu tilgen. Die Idee kam ihm beim Onlinespiel Call of Duty, wo ihm die Pöbeleien anderer Spieler zeigten, wie leicht Anonymität schlechtes Verhalten macht. Der Roman gewann 2026 den Dragon Award für den besten Science-Fiction-Roman, und „Dungeon Crawler Carl“ war im selben Jahr für den Arthur C. Clarke Award nominiert.