Max Barry

Bevor er Schriftsteller wurde, verkaufte der 1973 geborene Max Barry Computersysteme für Hewlett-Packard. Sein erster Roman „Syrup“ (1999) ist eine Satire auf Konsum und Marketing: Der frische Marketingabsolvent Scat erfindet für Coca-Cola ein Getränk namens „Fukk“. Barry veröffentlichte das Buch als Maxx Barry, weil er das für einen guten Witz über Marketing hielt, und nannte sich danach Max. Auf Deutsch erschien es 1999 bei Goldmann als „Fukk“, 2012 bei Heyne als „Sirup“; für die Verfilmung, die am 7. Juni 2013 in die Kinos kam, schrieb Barry das Drehbuch. In „Jennifer Government“ (2003), auf Deutsch 2003 bei Heyne als „Logoland“, beherrschen Konzerne die meisten Länder Amerikas und Ozeaniens, der Staat hat kaum noch Macht, und die Menschen tragen den Namen ihres Arbeitgebers als Nachnamen. Der Roman stand in der Endauswahl des John W. Campbell Memorial Award, die New York Times nahm ihn in ihre Liste bemerkenswerter Bücher auf. Als Werbung dafür schuf Barry das Browserspiel „NationStates“, aus dem eine eigene Online-Gemeinschaft wurde. „Company“ (2006), auf Deutsch ebenfalls 2006 bei Heyne als „Chefsache“, spielt in Seattle bei der Zephyr Holdings, deren Geschäftszweck sich kaum erkennen lässt; der Berufsanfänger Stephen Jones stößt dort auf den Diebstahl eines Donuts und auf ein Geheimnis im unerreichbaren 13. Stock. Schon im November 2004 setzte das Magazin Fast Company den Roman auf Platz 8 seiner Liste der hundert Menschen, Ideen und Trends, die 2005 verändern würden, wie wir arbeiten und leben. „Machine Man“ erschien zuerst als Fortsetzungsroman im Netz und 2011 überarbeitet als Buch, 2012 bei Heyne als „Maschinenmann“: Ein Ingenieur verliert ein Bein in einer Hydraulikklemme, baut Prothesen und amputiert sich das andere Bein, um sie ganz zu nutzen. In „Lexicon“ (2013), auf Deutsch 2014 bei Heyne, lernen Kinder an einer Schule in Virginia statt der üblichen Fächer die Kunst der Überredung; die Besten treten einer geheimen Organisation bei, deren Mitglieder Dichter heißen. Der Roman gewann 2013 den Aurealis Award als bester Science-Fiction-Roman. In „Providence“ (2020), auf Deutsch 2021 bei Heyne, fliegt ein Kriegsschiff mit vier Menschen an Bord gegen feindliche Außerirdische; ausgewählt wurden sie auch für das Bild, das sie in den sozialen Medien abgeben, während ein Computer das Schiff steuert. 2021 folgte „The 22 Murders of Madison May“, 2023 bei Heyne als „Die 22 Tode der Madison May“.

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