Melissa Scott

Melissa Scott studierte Geschichte am Harvard College und an der Brandeis University, wo sie in vergleichender Geschichtswissenschaft mit der Arbeit „The Victory of the Ancients: Tactics, Technology, and the Use of Classical Precedent“ promoviert wurde. 1984 veröffentlichte die 1960 in Little Rock, Arkansas, geborene Autorin ihren ersten Roman. Von 1985 bis 1987 folgte die Silence-Leigh-Trilogie mit „Five-Twelfths of Heaven“, „Silence in Solitude“ und „The Empress of Earth“, 1986 erhielt sie den John W. Campbell Award als beste neue Autorin. Viele ihrer Hauptfiguren sind schwul, lesbisch, bisexuell oder trans; nach der Kritikerin Phyllis Betz stehen Geschlecht und Orientierung der Figuren aber selten im Mittelpunkt, ausdrücklich darum geht es nur in „Shadow Man“. In „Trouble and Her Friends“ (1994) tun sich in den USA der nahen Zukunft die Hackerin India Carless, genannt Trouble, und ihre frühere Geliebte Cerise wieder zusammen, weil sich jemand im Netz als Trouble ausgibt. Der Roman gewann 1995 den Lambda Literary Award, nachdem Scott 1993 und 1994 mit „Dreamships“ und „Burning Bright“ nominiert gewesen war; 1996 gewann sie ihn erneut mit „Shadow Man“. „Dreaming Metal“ (1997) setzt „Dreamships“ fort und fragt, ab wann künstliche Intelligenz von menschlicher nicht mehr zu unterscheiden ist; danach erschienen unter anderem „The Shapes of Their Hearts“ (1998) und „The Jazz“ (2000). In „Night Sky Mine“ stellt eine Schnittstelle Computerprogramme als Pflanzen, Tiere und Fabelwesen dar. Zu Star Trek steuerte sie „Proud Helios“ (1995), deutsch „Der Pirat“, und „The Garden“ (1996), deutsch „Der Garten“, bei. Schreiben unterrichtete sie in Online-Kursen über ihre Website, 1997 erschien ihr Ratgeber „Conceiving the Heavens: Creating the Science Fiction Novel“. Mit der Autorin Lisa A. Barnett schrieb Scott drei Bücher, darunter die ersten beiden Astreiant-Romane „Point of Hopes“ (1995) und „Point of Dreams“ (2001). Mit Jo Graham schrieb sie von 2012 bis 2015 die Reihe The Order of the Air und Romane zu Stargate Atlantis, mit Amy Griswold „Death by Silver“ (2013). Die Astreiant-Reihe setzte sie mit „Point of Knives“ (2012), „Fairs' Point“ (2014) und „Point of Sighs“ (2018) fort, 2025 erschien „Point of Hearts“.

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