Michael K. Iwoleit
Michael K. Iwoleit hat seit 1984 mehrere Romane veröffentlicht, bekannt ist er aber vor allem für seine Novellen: Für sie erhielt er fünfmal den Deutschen Science-Fiction-Preis und zweimal den Kurd-Laßwitz-Preis. Iwoleit wurde am 22. Februar 1962 in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur und einem Abschluss als staatlich geprüfter biologisch-technologischer Assistent studierte er in Düsseldorf Philosophie, Germanistik und Sozialwissenschaften. In dieser Zeit begann er, Science-Fiction-Erzählungen zu schreiben, von denen einige auch im Ausland erschienen. Zu seinen Vorbildern zählen J. G. Ballard, Philip K. Dick und Stanisław Lem. Sein erster Roman, "Rubikon", erschien 1984 bei Ullstein, 1989 folgte "Hinter den Mauern der Zeit", zusammen mit Horst Pukallus geschrieben, 2003 "Am Rande des Abgrunds". Seine Erzählung "Psyhack", 2006 mit dem Deutschen Science-Fiction-Preis ausgezeichnet, baute er 2007 zu einem Roman aus. 2019 erschien bei Fabylon der Roman "Der Moloch". Iwoleit arbeitet auch als Herausgeber, Übersetzer und Kritiker. 2002 gründete er mit Ronald M. Hahn und Helmuth W. Mommers das Science-Fiction-Magazin Nova und ist seither dessen einziger durchgehender Mitherausgeber; für sechzehn Jahre Herausgeberschaft erhielt er 2019 einen weiteren Kurd-Laßwitz-Preis. Ins Deutsche übertrug er Romane unter anderem von Iain Banks, David Wingrove und Cory Doctorow, darunter Doctorows "Backup" (2007) und "Upload" (2008). 2015 erschien sein Band "Reductio ad absurdum" mit acht Essays zur Short Science Fiction aus den Jahren 1993 bis 2012. Franz Rottensteiner schrieb über ihn den Aufsatz "Michael K. Iwoleits posthumane Zukunft", erschienen in seinem Band "Im Labor der Visionen" (2013), und im Deutschen Literatur-Lexikon schrieb Karsten Kruschel 2014 den Eintrag über ihn.
- Geboren
- 22. Februar 1962
- Nationalität
- Deutschland