Michael Marrak

Den Kurd-Laßwitz-Preis hat Michael Marrak für Romane bekommen und für Umschlagbilder. 2018 ging er an "Der Kanon mechanischer Seelen", ein Jahr darauf an die Illustration, die Marrak für "Die Reise zum Mittelpunkt der Zeit" aus demselben Zyklus gezeichnet hatte. Geboren wurde er am 5. November 1965 in Weikersheim in Tauberfranken, wo er die ersten zehn Jahre verbrachte; Jugend und frühes Erwachsenenalter folgten im Großraum Stuttgart. Er lernte von 1983 bis 1986 Großhandelskaufmann und von 1988 bis 1991 Grafiker, 1996 und 1997 kam eine Fortbildung in Desktop-Publishing, Screendesign und Trickfilm dazu. Seine erste Geschichte schrieb er 1980, etwa zur selben Zeit begann er zu zeichnen. Vor den Romanen lagen die Kleinverlage: 1990 erschien die Erzählung "Die Augen von Aasac", von 1993 bis 1996 gab Marrak sein eigenes Fanzine "Zimmerit" heraus, in dem auch eigene Texte und Grafiken standen, dazu mehrere Ausgaben des Andromeda-Magazins; mit Malte S. Sembten verantwortete er von 1998 bis 1999 die Schriftenreihe Maldoror. Sein erster Roman "Die Stadt der Klage" kam 1997 bei der österreichischen Gruppe monochrom heraus, kurz darauf dort auch ein surreales Theaterstück. "Lord Gamma" folgte 2000 und "Imagon" 2002, dieser aus seiner Novelle "Der Eistempel" entwickelt; für beide bekam er den Kurd-Laßwitz-Preis, 2001 und 2003. "Morphogenesis" von 2005 ist eine stark überarbeitete Fassung seines Erstlings, "Das Aion" von 2008 ein Jugendroman für Ravensburger. Den Deutschen Science-Fiction-Preis erhielt er 1999 für die Erzählung "Die Stille nach dem Ton", den European Science Fiction Award schon 1997 als bester Künstler. Von Mitte der zweitausender Jahre bis 2012 arbeitete Marrak daneben für den Hannoveraner Spieleentwickler Reakktor Media und schrieb die Hintergrundgeschichte des Onlinespiels Black Prophecy; 2011 erschien dazu der Roman "Black Prophecy - Gambit". Im September und Oktober 2020 war er Stipendiat im MuseumsQuartier in Wien und arbeitete dort am Kanon-Zyklus, darunter am Roman "Anima ex Machina". Als literarische Vorbilder nennt er Iain Banks und Philip José Farmer. Marrak lebt und arbeitet in Schöningen am Elm.

Nationalität
Deutschland

Bücher