Moira Crone
Zur Science-Fiction kam Moira Crone dreißig Jahre nach ihrem ersten Buch. Ihren Roman "The Not Yet" von 2012 nannte Publishers Weekly ein beeindruckendes Genre-Debüt mit starker literarischer Stimme, und er kam in die Endrunde des Philip K. Dick Award. Crone wurde 1952 in Goldsboro geboren und wuchs dort auf, im Tabakland im Osten North Carolinas. Ihr erstes Buch, die Erzählsammlung "The Winnebago Mysteries", erschien 1982 im Fiction Collective, und John Barth nannte es "ein reines Vergnügen". Den ersten Roman, "A Period of Confinement" (Putnam, 1985), angesiedelt im Baltimore der späten 1970er Jahre, führte die New York Times unter den bemerkenswerten Neuerscheinungen als Erstling, bei dem man aufmerke. 1981 war sie nach Louisiana gegangen, um an der Louisiana State University zu lehren, und schrieb nun Geschichten aus Baton Rouge und New Orleans, darunter "Oslo", das im New Yorker erschien. Gesammelt in "Dream State", erzählten sie oft von zugezogenen Nordstaatlern, die sich in Louisiana gefangen fühlten; die New York Times Book Review lobte ihre frische Sicht auf den tiefen Süden, exotisch, ohne grotesk oder romantisierend zu sein. An der Universität leitete sie mehrere Jahre das MFA-Programm für kreatives Schreiben, für die University Press of Mississippi arbeitete sie als Lektorin für Belletristik. Mit "What Gets Into Us" kehrte sie in ihre Kindheit im Osten North Carolinas zurück: Die Sammlung erzählt das Leben einer Kleinstadt in den Carolinas über die Grenzen von Hautfarbe und Klasse hinweg, von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart. Ihre Erzählungen wurden einer gnostischen Südstaatenliteratur zugeordnet, ihr Werk wegen der spirituellen Untertöne mit Flannery O'Connor, wegen der Kleinstadtfiguren mit Sherwood Anderson verglichen. Fünfmal nahm die Anthologie New Stories From The South Arbeiten von ihr unter die besten des Jahres auf. Sie erhielt Stipendien des Bunting Institute am Radcliffe College (1987 bis 1988) und des National Endowment for the Arts (1990), 2004 den William Faulkner/Wisdom Award für eine Novelle und 2009 für ihr Gesamtwerk den Robert Penn Warren Award der Fellowship of Southern Writers, in dessen Begründung Allan Gurganus sie eine Fabelmacherin mit musikalischem Gehör nannte. Greg Langley sah in "The Not Yet" ironischen Gesellschaftskommentar in der Art von Swift oder Voltaire, verbunden mit einer dystopischen Geschichte vom Erwachsenwerden. 2014 folgte bei Carolina Wren "The Ice Garden", ausgezeichnet mit der Goldmedaille der Independent Press Awards für Belletristik aus dem Südosten.
- Nationalität
- Vereinigte Staaten