Neal Barrett, Jr.

Fünfzig Romane und mehr als siebzig kürzere Erzählungen veröffentlichte Neal Barrett Jr., manche unter Verlagspseudonymen: Als Victor Appleton schrieb er zwei Bände der Tom-Swift-Reihe, als Franklin W. Dixon zwei der Hardy Boys. Geboren am 3. November 1929 in San Antonio, wuchs er in Oklahoma City auf, wohin seine Familie gezogen war, als er noch ein Kind war. Seine erste Science-Fiction-Geschichte, „To Tell the Truth“, erschien im August 1960 in Galaxy Science Fiction. Ab 1970 schrieb er auch Romane, darunter von 1976 bis 1982 die vier Bände des Aldair-Zyklus bei DAW Books. Seinen Ruf begründeten Ende der 1980er Jahre „Through Darkest America“ (1987) und die Fortsetzung „Dawn's Uncertain Light“ (1989). Die Erzählung „Ginny Sweethips' Flying Circus“ war 1988 für den Nebula Award und 1989 für den Hugo Award nominiert. Daneben verfasste Barrett Romanfassungen zu den Filmen „Judge Dredd“ (1995), „Barb Wire“ (1996) und „Dungeons & Dragons: The Movie“ (2000), Romane zur Fernsehserie Babylon 5 und Szenarien für Comics. Ab den 1990er Jahren verlegte er sich stärker auf Kriminalromane, ohne die Science-Fiction aufzugeben, und schrieb oft im Ton der Screwball-Komödie, so in der Erzählung „Perpetuity Blues“. Vier seiner Kriminalromane, von „Pink Vodka Blues“ (1992) bis „Bad Eye Blues“ (1997), übersetzte Thomas Stegers ins Deutsche. 1997 war er Toastmaster der 55. World Science Fiction Convention in San Antonio, 2010 ernannte ihn die Science Fiction and Fantasy Writers of America zum Author Emeritus. 2012 erschien bei Subterranean Press die Auswahl „Other Seasons: The Best of Neal Barrett Jr.“. Barrett starb am 12. Januar 2014 in Austin; sein Nachlass liegt in den Wittliff Collections der Texas State University in San Marcos.

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