Norbert Stöbe
Ken Grimwoods Roman "Replay" gibt es auf Deutsch in der Übersetzung von Norbert Stöbe, 1994 bei Heyne als "Das zweite Spiel" erschienen. Stöbe schreibt aber auch selbst Science-Fiction und hat dafür zweimal den Kurd-Laßwitz-Preis erhalten. Geboren am 25. Oktober 1953 in Troisdorf, studierte er zunächst Ethnologie und Soziologie in Bonn. Nach einer Ausbildung zum chemisch-technischen Assistenten in Reutlingen studierte er von 1977 bis 1988 Chemie an der RWTH Aachen. 1982 begann er, belletristische Texte zu schreiben, 1985 erhielt er den Bertelsmann-Förderpreis. Bei Heyne erschienen die Romane "Spielzeit" (1986), "Namenlos" (1989) und "Der Weg nach unten" (1991). Für "New York ist himmlisch" (Fabylon 1988) bekam er 1988 den Kurd-Laßwitz-Preis, 1995 einen zweiten für die Erzählung "Der Durst der Stadt"; die Kurzgeschichte "Zehn Punkte" wurde 1992 mit dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet. Ab 1989 arbeitete Stöbe am Institut Textilchemie und Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen und begann daneben zu übersetzen; 1995 vertiefte er das mit einer Fortbildung im Übersetzerkollegium. Er übertrug unter anderem Werke von James Rollins, Alastair Reynolds, Ken MacLeod, Philip K. Dick und Patrick Woodrow ins Deutsche, von Dick "Das Orakel vom Berge" (2008). Nach den frühen Science-Fiction-Romanen veröffentlichte er ab 1995 nur noch gegenwartsbezogene Texte. Erst ab 2009 erschienen wieder zahlreiche Storys und Erzählungen in Zeitschriften und als E-Book, 2014 bei Heyne der Science-Fiction-Roman "Morgenröte" und 2017 der Roman "Kolonie". 2020 folgte bei p.machinery "Kleiner Drache".
- Geboren
- 25. Oktober 1953
- Nationalität
- Deutschland