Paul Di Filippo
Die Linear City ist zwei Häuserblocks breit und eine gewaltige, ungewisse Zahl von Blocks lang, auf der einen Seite ein Fluss, auf der anderen Bahngleise. Paul Di Filippos Novelle „A Year in the Linear City“ (PS Publishing, 2002) begleitet einige Bewohner des 10.394.850. Blocks durch ein Jahr; 2003 stand sie in der Endauswahl des Hugo Award, des World Fantasy Award und des Theodore Sturgeon Award. Claude Lalumière sah in Locus Di Filippo auf dem Höhepunkt seiner eigenwilligen schöpferischen Energie, Strange Horizons in der Hauptfigur Diego Patchen, einem Autor kosmogonischer Fiktion, einen durchsichtigen Doppelgänger des Autors. Di Filippo wurde am 29. Oktober 1954 in Woonsocket, Rhode Island, geboren. In Providence studierte er und arbeitete bis 1982 als Programmierer. Er schrieb Hunderte von Kurzgeschichten, gesammelt unter anderem in „The Steampunk Trilogy“ (1995), „Ribofunk“ (1996), „Fractal Paisleys“ (1997), „Lost Pages“ (1998), „Strange Trades“ (2001) und „Little Doors“ (2002). Die drei Kurzromane der „Steampunk Trilogy“ führen nach Antonio Urias vom amphibischen Doppelgänger Queen Victorias über rassistische Naturforscher und schwarze Magie zur Liebesgeschichte von Emily Dickinson und Walt Whitman über die Dimensionen hinweg. Seine Sammlung von Geschichten aus dem Feld des Biopunk nannte er „Ribofunk“, aus Ribosom und Funk; als Vorläufer des Biopunk sah er unter anderem H. G. Wells' „The Island of Doctor Moreau“ und Greg Bears „Blood Music“. Als Romane erschienen unter anderem „Ciphers“ (1997), „Joe's Liver“ (2000), „A Mouthful of Tongues“ (2002), 2010 bei Suhrkamp als „Mund voll Zungen“, „Fuzzy Dice“ (2003), „Spondulix“ (2004), „Cosmocopia“ (2008), „A Princess of the Linear Jungle“ (2011) und „The Big Get-Even“ (2018). Mit Michael Bishop schrieb er unter dem gemeinsamen Pseudonym Philip Lawson zwei Bände der Will-Keats-Reihe, 1998 und 2000 bei Longstreet. Rezensionen schrieb er für Asimov's Science Fiction, The Magazine of Fantasy & Science Fiction, Science Fiction Eye, The New York Review of Science Fiction, Interzone und Nova Express, online für Science Fiction Weekly, ab 2013 regelmäßig für Locus. Er wurde Mitglied des Turkey City Writer's Workshop.