Paul Preuss
„Starfire“ sollte zuerst ein Film werden. Paul Preuss entwarf die Geschichte mit Gary Gutierrez, dem Leiter der visuellen Spezialeffekte von „The Right Stuff“ und „Top Gun“, als realistischen Science-Fiction-Film; als sich zeigte, dass er zu teuer würde, machte Preuss nach dem Nachwort des Buchs einen Roman daraus. Er erschien 1988 bei Tor Books, das Urheberrecht teilen sich beide, und er erzählt von NASA-Astronauten auf einer Mission zu einem Asteroiden, der in die Sonne stürzt; für den Locus Award war er nominiert. Preuss wurde 1942 in Albany, Georgia, geboren und lebte als Kind in Georgia, Texas, New Mexico, Hawaii und Virginia, bevor die Familie sich in Albuquerque niederließ; die Wissenschaftler, denen er dort begegnete, beeinflussten die Art von Figuren, über die er rund vierzig Jahre später schrieb. Danach studierte er in Yale. Sein erster Roman, „The Gates of Heaven“ (Bantam Books, 1980), war beim Locus Award als bestes Debüt nominiert, „Broken Symmetries“ (Timescape Books, 1983) als bester Science-Fiction-Roman. Darin löst die Energie, die der amerikanisch-japanische Beschleuniger TERAC auf Hawaii erzeugt, wissenschaftlichen und politischen Streit aus; Dave Langford sah in White Dwarf eine beeindruckende und beunruhigende Leistung in der Tradition von Greg Benfords „Timescape“. Von 1987 bis 1991 erschienen bei Avon die sechs Bände von „Arthur C. Clarke's Venus Prime“, die Begebenheiten, Figuren und Orte aus Clarkes Kurzgeschichten aufgreifen; Bastei Lübbe brachte sie als „Codename: Sparta“ heraus. 1988 und 1989 war Preuss beratender Herausgeber der sechsbändigen Reihe „Dr. Bones“ bei Ace Books. „Core“ (William Morrow, 1993) handelt von Wissenschaftlern, die nach einer Umpolung des Erdmagnetfelds den Erdkern über ein Bohrloch erforschen und aus der Ferne reparieren wollen. Kirkus Reviews nannte das Buch trotz lauer Romanze und knarrender Handlung ein faszinierendes wissenschaftlich-technisches Spektakel. 1994 erschien es bei Bastei Lübbe als „Unternehmen Core“, der Film „The Core - Der innere Kern“ von 2003 ist lose daran angelehnt. „Secret Passages“ (Tor, 1997), der zweite Roman um Peter Slater nach „Broken Symmetries“, war für den Locus Award und den John W. Campbell Memorial Award nominiert.