Pia Oberacker-Pilick
Beim Kurd-Laßwitz-Preis war Pia Oberacker-Pilick, auch Pia Biundo, 2013 mit ihrem ersten Roman nominiert, gewonnen hat sie ihn 2022 als Übersetzerin: für Carlos Suchowolskis "Das Licht der Hohlwelt" (2021) aus dem Spanischen. Geboren wurde sie 1959 in Karlsruhe; an der Universität Heidelberg studierte sie Germanistik, Geschichte und Hispanistik. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Karlsruher Stadtteilzeitschrift "Intelligenz- und Provinzblatt für Durlach" und arbeitete von 1992 bis 2004 daran mit. Ein Auszug aus ihrem Roman "Alle Zeit der Welt" erschien 2002 in der Zeitschrift c't und kam 2003 beim Deutschen Science-Fiction-Preis auf Platz sechs; im selben Jahr druckte das Magazin ihre Kurzgeschichte "Pannenservice". Das Buch selbst, über die Begegnung der Menschheit mit einer fremden Zivilisation, die vor ihrer sterbenden Sonne fliehen musste, kam 2012 bei Saphir im Stahl heraus. 2013 erreichte es beim Deutschen Phantastik Preis Platz vier unter den Debüts und stand auf der Longlist des Seraph, 2024 folgte in Madrid eine spanische Ausgabe. Den Text "Geisterfahrer" nahm 2019 ein Lehrbuch für Deutsch und Kommunikation an Berufsschulen bei Westermann auf. Aus dem Spanischen übertrug sie unter anderem Vlad Hernández und Carlos Suchowolski, dazu über 20 Kurzgeschichten für die Anthologie "Rund um die Welt in mehr als 80 SF-Geschichten" (2016). Hernández' "Krieg der Schrecken" (2017) kam 2018 beim Kurd-Laßwitz-Preis für die beste Übersetzung auf Platz zwei, "Glühwürmchen" 2022 auf Platz drei; von 2019 bis 2021 standen weitere ihrer Übersetzungen auf der Nominierungsliste, darunter Suchowolskis "Elf künftige Zeiten". 2018 und 2020 erhielt sie Arbeitsstipendien des Freundeskreises zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen.