Poul Anderson

Sieben Hugo Awards und drei Nebula Awards gewann Poul Anderson in einer Laufbahn, die 1947 begann und bis zu seinem Tod 2001 reichte. Er veröffentlichte über hundert Romane, einige Kurzgeschichten zuerst unter den Pseudonymen A. A. Craig, Michael Karageorge und Winston P. Sanders. Anderson kam am 25. November 1926 in Bristol, Pennsylvania, als Sohn dänischer Eltern zur Welt und verbrachte seine Kindheit in Texas, in Dänemark und in Minnesota. Als Physikstudent an der University of Minnesota veröffentlichte er seine ersten Geschichten in Astounding Science Fiction, herausgegeben von John W. Campbell: im März 1947 "Tomorrow's Children", gemeinsam mit F. N. Waldrop geschrieben, im Juli eine Fortsetzung, die er allein verfasst hatte. 1948 schloss er mit einem Bachelor in Physik mit Auszeichnung ab und wurde danach freier Schriftsteller. 1952 erschien mit "Vault of the Ages" (deutsch "Das Archiv in der Geisterstadt") sein erster Roman, 1954 der Fantasyroman "The Broken Sword" (deutsch "Das geborstene Schwert"), eines seiner bekanntesten Werke. Anderson zog in die Gegend von San Francisco und lebte in Orinda, Kalifornien; in der Buchhandlung The Other Change of Hobbit in Berkeley hielt er über die Jahre viele Lesungen. 1966 gehörte er zu den Gründern der Society for Creative Anachronism, Mitte der 1960er Jahre auch der Swordsmen and Sorcerers' Guild of America, einer von Lin Carter organisierten Gruppe von Autoren heroischer Fantasy. 1972 wurde er Präsident des Autorenverbands SFWA. Anderson gehörte dem Citizens' Advisory Council on National Space Policy an; Robert A. Heinlein widmete ihm und acht weiteren Mitgliedern seinen Roman "The Cat Who Walks Through Walls" (1985, deutsch "Die Katze, die durch Wände geht"). Roland Emmerich produzierte 1994 eine Verfilmung von "The High Crusade" (1960, deutsch "Kreuzzug nach fremden Sternen"). Die SFWA ernannte Anderson zum Grand Master, 2000 wurde er in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame aufgenommen. Für den Roman "Genesis" (2000, deutsch "Genesis") erhielt er den John W. Campbell Memorial Award, 2001 einen Prometheus Award für das Lebenswerk. Anderson starb am 31. Juli 2001 in Orinda. Einige seiner Romane erschienen erst nach seinem Tod; noch 2001 wurde der Asteroid (7758) Poulanderson nach ihm benannt.

Geboren
25. November 1926
Gestorben
31. Juli 2001
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher