R. A. MacAvoy

In „Tea with the Black Dragon“ (1983), dem ersten Roman von R. A. MacAvoy, reist die Musikerin Martha Macnamara nach San Francisco, weil ihre Tochter Elizabeth, eine Programmiererin, sie gerufen hat, und findet sie verschwunden. Bei der Suche hilft ihr Mayland Long, ein Gentleman, der menschliche Sprachen und Computersprachen beherrscht und vielleicht ein verwandelter, zweitausend Jahre alter chinesischer Drache ist. Roberta Ann MacAvoy, 1949 in Cleveland geboren, schloss 1971 an der Case Western Reserve University mit dem Bachelor ab. Von 1975 bis 1978 war sie Assistentin des Beauftragten für Studienfinanzierung am Columbia College der Columbia University, danach arbeitete sie als Programmiererin, nach der englischen Fassung bei SRI International. 1982 begann sie, ausschließlich zu schreiben. Für „Tea with the Black Dragon“ erhielt sie 1984 den Locus Award für das beste Debüt, den John W. Campbell Award als beste neue Autorin und beim Philip K. Dick Award eine besondere Erwähnung; nominiert war das Buch auch für den Hugo und den Nebula Award. 1986 folgte „Twisting the Rope“; beide Romane greifen auch MacAvoys eigene Arbeit als Programmiererin auf. Goldmann brachte beide Romane in der Übersetzung von Mechtild Sandberg-Ciletti als „Stelldichein beim schwarzen Drachen“ (1986) und „Der schwarze Drache lädt zum Lunch“ (1987) heraus. In „Damiano“ zieht ein Alchemist mit seiner Laute aus, um seiner vom Krieg zerrissenen Heimatstadt Frieden zu bringen; in „Damiano's Lute“ (1984) wandert er als ehemaliger Magier durch das von der Pest heimgesuchte Italien der Renaissance, „Raphael“ (1984) schloss die Reihe bei Bantam ab. Dave Langford lobte in White Dwarf an „Damiano“ ihr Gespür für kleine Magie und Zeitkolorit. Goldmann veröffentlichte die drei Bände 1985 als „Die Parabel vom Lautenspieler“, Bantam Software machte daraus das Textadventure „I, Damiano: The Wizard of Partestrada“. Mehrere ihrer Bücher greifen keltische Themen auf. Nach „The Third Eagle“ (Doubleday Foundation, 1989) erschienen bei William Morrow „Lens of the World“ (1990) und „King of the Dead“ (1991), 1993 schloss „Winter of the Wolf“ die Reihe ab. 2011 kam bei Prime Books „Death and Resurrection“ heraus, mit Nancy L. Palmer schrieb sie „Albatross“ und „Shimmer“ (2018).

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