R.F. Kuang

Rebecca F. Kuang war noch keine 22 Jahre alt, als ihr erster Roman erschien. Begonnen hatte sie "The Poppy War" während eines Jahres Studienpause in China, in dem sie Debattieren unterrichtete. Geboren wurde sie am 29. Mai 1996 in Guangzhou; mit vier Jahren kam sie mit ihrer Familie in die USA und wuchs größtenteils in Dallas auf. Die Fantasy für Erwachsene fand sie als Jugendliche über die Bücher von China Miéville, als große Einflüsse nennt sie Vladimir Nabokov, Kazuo Ishiguro, Susanna Clarke und Joan Didion. Sie studierte Geschichte an der Georgetown University und besuchte 2016 den Odyssey Writing Workshop. "The Poppy War" (2018, deutsch "Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin") ist eine militärische Fantasy, die Handlung und Politik aus dem China des 20. Jahrhunderts nimmt: Der Krieg im Roman folgt dem Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg, die Atmosphäre der Song-Dynastie. Das Buch gewann den Crawford Award und den Compton Crook Award und war für den Nebula, den Locus und die Kitschies nominiert; Time nahm 2020 die ersten beiden Bände der Trilogie unter die hundert besten Fantasybücher aller Zeiten auf. 2020 erhielt Kuang den Astounding Award als beste neue Autorin. Mit einem Marshall-Stipendium ging sie nach England, machte in Cambridge einen Master in Chinastudien und in Oxford einen in zeitgenössischen Chinastudien. Seit 2020 promoviert sie in Yale, über Propagandaliteratur im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg. "Babel" (2022, deutsch "Babel") entwirft eine alternative Geschichte des britischen Imperialismus um 1830, in der das Empire seine Macht auch auf eine Magie aus Sprache und Übersetzung stützt. An einer Gruppe Studierender des fiktiven Übersetzungsinstituts in Oxford übt Kuang scharfe Kritik am Kolonialismus und fragt, ob koloniale Machtstrukturen sich von innen wandeln lassen oder gewaltsamen Widerstand verlangen. Im September 2022 stand der Roman eine Woche auf Platz eins der Bestsellerliste der New York Times, er gewann den Nebula und den Locus Award. "Yellowface" (2023), ein Roman über den Literaturbetrieb, nannte Amal El-Mohtar in der New York Times einen satirischen Literaturthriller, so vergnüglich wie unbequem. 2026 wurde Kuang die erste Millard Distinguished Writer in Residence am College of the Holy Cross.

Geboren
29. Mai 1996
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher