Rainer Erler

Rainer Erler drehte mehr als vierzig Filme und inszenierte fünf Bühnenwerke. Zu vielen seiner Filme schrieb er selbst das Drehbuch oder eine Romanfassung, außerdem mehr als zwei Dutzend Erzählungen. Horst Rainer Erler wurde am 26. August 1933 in München geboren und wuchs in Solln auf. Nach dem Abitur war er Regieassistent, unter anderem bei Paul Verhoeven und Franz Peter Wirth und acht Jahre lang bei Rudolf Jugert. Zu seinen frühen Fernsehfilmen gehören "Seelenwanderung" (1962) mit Hanns Lothar und Wolfgang Reichmann und "Orden für die Wunderkinder" (1963). 1969 drehte er als erster Regisseur einen Film über den Widerstandskämpfer Georg Elser. 1972 gründete er mit seiner Frau Renate Erler, die seine Filme koproduzierte, die Produktionsfirma Pentagramma. Große Beachtung fand die vom ZDF produzierte Science-Fiction-Reihe "Das Blaue Palais" (1974 bis 1976), die von wissenschaftlicher Verantwortung handelt. Ihre fünf Folgen erschienen von 1978 bis 1980 bei Goldmann als Romane, darunter "Das Genie" und "Der Gigant". Den internationalen Durchbruch brachte 1979 der Fernsehthriller "Fleisch" über Organhandel, mit dem die Laufbahn von Jutta Speidel begann; er wurde in mehr als 120 Länder verkauft, und noch 1979 erschien bei Goldmann der Roman zum Film. Erlers Filme handeln von Kernenergie, Atommüll, Ethik in der Forschung und Genmanipulation, viele lösten bei der Ausstrahlung kontroverse Reaktionen aus. Erler war bis 2000 tätig und erhielt unter anderem das Bundesverdienstkreuz. Sein Werk liegt im Archiv der Akademie der Künste in Berlin, 2017 gab Frank G. Gerigk die Anthologie "Die Welten des Rainer Erler" heraus. In seinen späten Jahren zog Erler nach Perth in Australien, wo er am 8. November 2023 mit 90 Jahren starb.

Geboren
26. August 1933
Gestorben
8. November 2023
Nationalität
Deutschland

Bücher