Raphaela Edelbauer

Anfang 2021 erschien bei Klett-Cotta Raphaela Edelbauers Science-Fiction-Roman "DAVE". Er stand im Februar auf Platz drei und im März auf Platz zwei der ORF-Bestenliste und brachte ihr den Österreichischen Buchpreis ein; 2022 war er für den Kurd-Laßwitz-Preis als bester Roman nominiert und kam beim Deutschen Science-Fiction-Preis auf den sechsten Platz. Andrian Kreye lobte, Edelbauer zeige darin, "was zum Handwerk der zeitgenössischen Literatur alles dazugehört", Jan Drees verglich sie mit Ludwig Wittgenstein, Stefan Gärtner bezweifelte dagegen, dass das Schreiben ihren Talenten entspricht. Edelbauer, 1990 geboren, besuchte das Sportgymnasium in Maria Enzersdorf und studierte nach der Matura bei Robert Schindel am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien; 2012 begann sie ein Philosophiestudium an der Universität Wien. Für die Niederösterreichischen Nachrichten war sie im Bezirk Mödling tätig. Seit 2009 veröffentlicht sie in Literaturmagazinen und Anthologien, Auftragsarbeiten schrieb sie unter anderem für die Stadt Mödling und das Frauenministerium, und für die Sommerspiele Shakespeare in Mödling übersetzte sie "Ende gut, alles gut" neu. Für ihr Prosadebüt "Entdecker. Eine Poetik" (2017) erhielt sie 2018 den Hauptpreis des Rauriser Literaturpreises. Im selben Jahr las sie auf Einladung von Klaus Kastberger als einzige österreichische Teilnehmerin beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb und gewann den Publikumspreis und das Stadtschreiber-Stipendium von Klagenfurt. Sie schreibt auch Texte für zeitgenössische Komponisten, arbeitete dabei mit Stephan Aschböck und Robin Haigh zusammen und schrieb ein Libretto für Margareta Ferek-Petric. Ihr Roman "Das flüssige Land" (2019), für dessen Manuskript sie 2017 ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds erhalten hatte, kam auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises und im Oktober und November 2019 auf Platz drei der ORF-Bestenliste. 2023 brachte Sara Ostertag ihn am Burgtheater auf die Bühne. "Die Inkommensurablen" (2023) spielt Ende Juli 1914 in den Stunden, bevor Österreich Serbien den Krieg erklärt; der Roman stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und kam im Dezember 2023 am Volkstheater Wien auf die Bühne. Im Wintersemester 2023/24 hatte Edelbauer die Poetikdozentur in Wiesbaden inne, die Vorlesungen erschienen 2024 als "Routinen des Vergessens". Ihr Roman "Die echtere Wirklichkeit" erschien im August 2025 und stand im September auf Platz eins der ORF-Bestenliste. Seit 2025 spricht sie in einem YouTube-Kanal über Literatur und gibt Schreibtipps.

Nationalität
Österreich

Bücher