Robert Sheckley
In Korea spielte Robert Sheckley Gitarre in der Armeekapelle. 1946 war er zur US Army gegangen und blieb bis 1948; in dieser Zeit stand er Wache, redigierte eine Zeitung, führte die Lohnbücher und gehörte zur Kapelle. Vorher, nach der Highschool, hatte er als Gärtner, Verkäufer und Barkeeper gearbeitet. Geboren wurde er am 16. Juli 1928 in Brooklyn und wuchs in New Jersey auf. Nach der Armee studierte er an der New York University Englisch, Psychologie und Philosophie und begann zu schreiben; seine erste Geschichte kaufte das Magazin Imagination. 1951 machte er das Schreiben zum Beruf und blieb dabei: über zweihundert Kurzgeschichten sind von ihm erschienen, dazu Romane, Sammlungen und Sachtexte. Seine Sache war der Witz: die Geschichten gelten als unvorhersehbar, absurd und komisch, und sie treiben gern eine gesellschaftliche Ordnung so weit, bis sie kippt. "Seventh Victim" von 1953 nimmt an, ein Staat habe den Mord geregelt und zum Fernsehereignis gemacht; 1965 wurde daraus der Film "The 10th Victim" mit Marcello Mastroianni und Ursula Andress. Bekannt sind auch "Watchbird" (1953) und "The Prize of Peril" (1958), dazu die Romane "Immortality, Inc." (1958), "The Status Civilization" (1960) und "Dimension of Miracles" (1968). Insgesamt sechs Spielfilme gehen auf seine Vorlagen zurück, darunter "Freejack" von 1991, dazu mehrere Hörspiele. Ab 1970 lebte Sheckley auf Ibiza, von 1977 bis 1980 in London, danach wieder in den Vereinigten Staaten. 1979 wurde er Literaturredakteur der Zeitschrift Omni und lehrte als Gast an mehreren Universitäten. 1974 bekam er den Jupiter Award, 1992 den I-CON Award für das Lebenswerk, 2001 ernannte ihn die Science Fiction and Fantasy Writers of America zum Author Emeritus. Er starb am 9. Dezember 2005 in Poughkeepsie, New York.
- Geboren
- 16. Juli 1928
- Gestorben
- 9. Dezember 2005
- Nationalität
- Vereinigte Staaten