Ronald M. Hahn
Mehr als 150 Romane und Sachbücher hat Ronald M. Hahn übersetzt, darunter Frank Herberts "Dune", das bei Heyne als "Der Wüstenplanet" erschien. Für John Clutes "Science Fiction - Eine illustrierte Enzyklopädie" erhielt er 1997 den Kurd-Laßwitz-Preis als bester Übersetzer. Geboren am 20. Dezember 1948 in Wuppertal, interessierte er sich schon als Kind für phantastische Literatur; von 1963 bis 1966 lernte er Schriftsetzer und arbeitete bis 1977 in diesem Beruf. Von 1972 bis 1974 gab er die Science-Fiction-Reihe Fischer Orbit bei S. Fischer heraus, von 1982 bis 1988 war er in derselben Funktion für Ullstein tätig, und ab 1983 gab er bei Heyne die deutsche Anthologiereihe von "The Magazine of Fantasy and Science Fiction" heraus, bis zu deren Ende. Die 102. Ausgabe, "Helden des dritten Jahrtausends", hatte er für 2001 schon zusammengestellt; sie erschien nicht mehr, weil die Reihe unter anderem im Zusammenhang mit dem Verkauf von Heyne an Springer und Random House eingestellt wurde. 2002 gründete er mit Michael K. Iwoleit das Magazin Nova, das er bis 2011 mitherausgab; 2019 erhielt er für diese Herausgeberschaft den Kurd-Laßwitz-Preis. Seit 1977 ist Hahn freiberuflich tätig, als Literaturagent, Zeitschriftenredakteur, Journalist, Lektor für Verlage wie Heyne, Eichborn und Fantasy Productions und als Autor von Romanen und Kurzgeschichten aus Science-Fiction, Krimi und Abenteuer. Den Kurd-Laßwitz-Preis für die beste Kurzgeschichte erhielt er 1981 für "Auf dem großen Strom" und 1982 für "Ein paar kurze durch die Zensur geschmuggelte Szenen aus den Akten der Freiheit & Abenteuer GmbH", 1986 mit Hans Joachim Alpers für die Erzählung "Traumjäger". Zu seinen Romanen gehören "Auf der Erde gestrandet" (1997) und "Socialdemokraten auf dem Monde. Eine Weltraum-Clamotte" (1998); mit Horst Pukallus schrieb er "Alptraumland" (1999) und "Wo keine Sonne scheint" (2001). Mit Alpers veröffentlichte er Kinderbücher unter dem gemeinsamen Pseudonym Daniel Herbst, und für die Heftromanreihe Maddrax schrieb er bis Ende 2013 zweiundvierzig Romane. Mit Alpers, Werner Fuchs und Wolfgang Jeschke verfasste er das "Lexikon der Science Fiction Literatur" (1980), das 1981 einen Sonderpreis des Kurd-Laßwitz-Preises erhielt, mit Alpers und Fuchs "Reclams Science Fiction Führer" (1982), ausgezeichnet 1983, und mit Volker Jansen von 1983 an in mehreren Ausgaben das "Lexikon des Science-Fiction-Films". Für das "Lexikon der Fantasy-Literatur" bekam er 2005 mit vier Mitautoren den Deutschen Fantasy Preis. Zuletzt erschien 2023 bei Apex "Im Reich der 12 Monde", mit C. R. Brandy.
- Geboren
- 20. Dezember 1948
- Nationalität
- Deutschland