Ryka Aoki
Mit "Light from Uncommon Stars" (2021) wollte Ryka Aoki nach ihren Worten einen eigenen literarischen Donutladen eröffnen. Den Roman regte zum Teil die Geschichte von Ted Ngoy an, dem kambodschanisch-amerikanischen Unternehmer, der als "Donut King" bekannt wurde. Er spielt in der Gegend, in der Aoki aufgewachsen ist, und seine Hauptfiguren sind eine junge trans Frau und eine ältere japanisch-amerikanische Frau. Auf Deutsch erschien er bei Heyne als "Das Licht ungewöhnlicher Sterne". Aoki wuchs in Rosemead in Südkalifornien auf, begann mit neun Jahren mit Judo, wurde US-amerikanische Juniorenmeisterin und war Cheftrainerin für Judo an der Cornell University und an der UCLA. Sie studierte Chemie an der University of California in Los Angeles und arbeitete danach ein Jahr als Technikerin in einem Umweltlabor. An der Cornell University erwarb sie einen Master of Fine Arts in kreativem Schreiben und gewann den University Award der Academy of American Poets. Der Senat des Staates Kalifornien ehrte sie für ihre Arbeit mit der Performance-Reihe Trans/Giving in Los Angeles. Am Santa Monica College unterrichtet sie Englisch. Ihr erstes Buch, "Seasonal Velocities" (2012), eine Sammlung aus Gedichten, Essays und Erzählungen, die von menschlicher Erfahrung und von trans Geschichten über Liebe und Missbrauch handelt, hatte sie unter einem Verlagsvertrag begonnen, der platzte. Sie wandte sich an A. J. Bryce, der mit dem Trans-Genre Project eine Online-Datenbank mit Werken von trans Künstlerinnen und Künstlern aufgebaut hatte, und überzeugte ihn, auch zu verlegen; so wurde die Sammlung das erste Buch der Trans-Genre Press. 2014 folgte der Roman "He Mele a Hilo", der auf Hawaii spielt und sich mit der Tradition des Hula befasst, 2015 mit "Why Dust Shall Never Settle Upon This Soul" ihr erster reiner Gedichtband, den Cat Fitzpatrick in der Lambda Literary Review lobte. 2019 erschien das Bilderbuch "The Great Space Adventure" über ein nichtbinäres Kind, das im Weltall die Planeten kennenlernt, mit Illustrationen von Cai Steele. Für "Light from Uncommon Stars" erhielt sie den Otherwise Award für 2021, den Stonewall Book Award 2022 und einen Alex Award; der Roman war 2022 für den Hugo Award nominiert, dazu unter anderem für den Locus, den Mythopoeic und den Ignyte Award. 2023 zeichnete die Lambda Literary Foundation sie mit dem Jim Duggins, PhD Outstanding Mid-Career Novelist Prize aus, dotiert mit 5000 Dollar. Mit Charles Payseur gab sie die Anthologie "We're Here. The Best Queer Speculative Fiction 2024" (2025) heraus.
- Nationalität
- Vereinigte Staaten