Sarah Zettel
Stanley Schmidt, Herausgeber des Magazins Analog, schickte Sarah Zettel ihre Arbeiten mehrmals zurück, damit sie Probleme behebe. 1998 nannte sie ihn einen wirklich großartigen Lehrer; diese Erfahrung habe sie direkt dazu befähigt, ihren ersten Roman "Reclamation" zu schreiben. Geboren wurde sie am 14. Dezember 1966 in Sacramento. Mit 13 beschloss sie, in mehreren Genres zu schreiben, und an der Universität entwarf sie mit Freunden in Notizbüchern gemeinsame Welten. Sie schloss an der University of Michigan mit einem Bachelor in Kommunikationswissenschaft ab. Ursula K. Le Guin inspirierte sie, Autorin zu werden; zu ihren liebsten Science-Fiction-Autoren zählen außerdem Octavia Butler, Mary Doria Russell und Terry Pratchett. Ihre erste Kurzgeschichte, "Driven by Moonlight", schrieb sie 1986, Analog druckte sie 1991, und viele weitere für Analog und andere Blätter folgten. "Reclamation" erschien 1996, gewann 1997 den Locus Award als bester Erstlingsroman und war für den Philip K. Dick Award nominiert. "Fool's War" (1997) wurde ein Notable Book der New York Times; der Medienwissenschaftler Henry Jenkins sah darin einen wichtigen Beitrag zur feministischen Literatur über künstliche Intelligenz, mit dem Verhältnis von Körper und Information als einem seiner Kernthemen. "Playing God" (1998, deutsch "Das Gottesspiel") zählte die American Library Association zu den besten Büchern für junge Erwachsene des Jahres 1999, und Publishers Weekly hob die Themen Stammesdenken, Intoleranz und ökologische Katastrophe hervor. Unter dem Pseudonym C. L. Anderson veröffentlichte sie den Roman "Bitter Angels" (2009), der den Philip K. Dick Award gewann, als Darcie Wilde schreibt sie Regency-Krimis und Liebesromane. Auf Deutsch erschienen bei Blanvalet die Reihen "Das Licht von Isavalta" und die Camelot-Saga. Ihren Roman "Dust Girl" zählten Kirkus Reviews und die American Library Association zu den besten Jugendbüchern seines Jahres. Bis 2021 hatte Zettel 35 Romane geschrieben, darunter Horror, Fantasy, Liebesromane, Thriller und Jugendbücher; jedes Genre, sagte sie, gebe einen anderen Blick auf die Kunst des Erzählens. Einen besonderen Platz hat für sie "A Mother's Lie", ein Spannungsroman, in dem die Mutter die Heldin sein darf. Ihre Ideen kommen nach eigener Aussage aus dem Tagesgeschehen, aus früherer Lektüre und aus Memoiren über Wissenschaft.
- Geboren
- 1966-12-14
- Nationalität
- Vereinigte Staaten