Simon Urban
In Simon Urbans Debütroman "Plan D" (2011) ist die DDR nie untergegangen. Das Buch fand breite Aufmerksamkeit. "Man liest die erste Seite von Simon Urbans Roman Plan D und weiß: das ist ein Text mit Muskeln", schrieb Juli Zeh, die Zeit sprach von der "Schubkraft literarischer Fantasie". Der Roman wurde in elf Sprachen übersetzt und 2012 mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet. Urban wurde 1975 in Hagen geboren, studierte Germanistik in Münster und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und ließ sich an der Texterschmiede Hamburg ausbilden. Vor dem ersten Roman veröffentlichte er Erzählungen; 2003 erhielt er den Am-Erker-Preis für Kurzgeschichten, 2005 den Förderpreis des Literaturpreises Ruhr. Beruflich textete er für die Werbeagenturen Scholz & Friends, Grabarz & Partner und Jung von Matt, seit 2013 arbeitet er als freier Werbetexter. Für die "Literarische Werbepause" von Doppelherz, in der er Gedichte über Nahrungsergänzungsmittel las, bekam er 2009 Grand Prix und Gold bei den Clio Awards. Der Edeka-Clip heimkommen, den er 2015 für Jung von Matt schrieb, kam auf mehr als 66 Millionen Klicks und gewann bei den Cannes Lions ebenfalls den Grand Prix. Als freier Journalist schrieb er unter anderem für Neon und Zeit Online. 2014 folgte "Gondwana", ein Roman, der streckenweise nicht in Prosa, sondern in Comic-Panels von Ralph Niese erzählt. Im Auftrag des SWR schrieb Urban die Erzählung "Nachspiel", die 2019 in der Anthologie "2029 - Geschichten von morgen" erschien; SWR und NDR verfilmten sie als "Exit", im Oktober 2020 lief der Film erstmals in der ARD. "Wie alles begann und wer dabei umkam" (2021) ist ein Schelmenroman über die Todesstrafe und juristische Paradoxien. 2023 erschien "Zwischen Welten", gemeinsam mit Juli Zeh geschrieben: ein Roman aus E-Mails und Nachrichten zwischen einer Frau, die einen Hof bewirtschaftet, und einem Mann, der bei einer Zeitung arbeitet.
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