Thomas Ziegler

Zweimal erhielt Thomas Ziegler den Kurd-Laßwitz-Preis für denselben Titel: 1984 für die Erzählung "Die Stimmen der Nacht", die 1983 in der Anthologie "Phantastische Literatur 83" erschienen war, und 1994 für den Roman, der aus ihr entstand. Hinter dem Namen stand Rainer Friedhelm Zubeil, geboren am 18. Dezember 1956 in Könau und aufgewachsen in Wuppertal. Er schrieb auch als Helmut Horowitz, Tommy Z., John Spider und Henry Quinn. Unter diesem letzten Namen entstand 1977 sein erster eigenständiger Roman, "Eisvampire". Den Decknamen hatte zuerst Ronald M. Hahn verwendet und ihn dem Kollegen gewissermaßen ausgeliehen; später stand er auch über gemeinsamen Werken mit Hahn und Uwe Anton. In den achtziger Jahren schrieb Zubeil für die Heftserien "Die Terranauten", dort als Robert Quint, und "Perry Rhodan" und war bei beiden zeitweise Exposé-Autor. Er schuf die Taschenbuchreihe "Flaming Bess", deren neun Bände 1986 und 1987 bei Bastei Lübbe erschienen, und die Fantasy-Serie "Sardor", die nach zwei Bänden unvollständig blieb. Außerhalb der Science-Fiction schrieb er skurrile Kriminalromane, die meist im Kölner Raum spielen, darunter "Koks und Karneval" (1990) und "Tod im Dom" (1991). Als Übersetzer aus dem Englischen arbeitete er vor allem an Science-Fiction-Romanen und an Kompendien und Sachbüchern zu "Star Wars". Beim ColoniaCon 2004 machte er den Fans Hoffnung auf eine Rückkehr in die Science-Fiction, und im selben Jahr erschienen wieder zwei Perry-Rhodan-Hefte von ihm. Am 11. September 2004 starb er überraschend in Köln. Im Nachlass fand sich der geplante dritte Sardor-Band als Fragment; Markolf Hoffmann ergänzte die fehlenden Kapitel, und 2013 brachte Golkonda "Der Bote des Gehörnten" heraus.

Geboren
18. Dezember 1956
Gestorben
11. September 2004
Nationalität
Deutschland

Bücher