Tom Holt

Siebzehn Jahre lang blieb geheim, wer K. J. Parker war: Erst im April 2015 wurde bekannt, dass hinter dem Pseudonym Tom Holt stand, der unter eigenem Namen humoristische Fantasy schrieb. Parkers Romane spielen in erfundenen Welten mit eigener Geografie und Geschichte, kommen aber ohne ausdrückliche Magie aus; es geht um Politik, um Technik und um beide als Mittel zur Macht. Thomas Charles Louis Holt wurde am 13. September 1961 in London geboren und veröffentlichte mit 13 Jahren sein erstes Buch, „Poems by Tom Holt“. Er besuchte die Westminster School, das Wadham College in Oxford, wo er humoristische Fantasy zu schreiben begann, und das College of Law in London. Sieben Jahre arbeitete er als Solicitor in Somerset, bevor er hauptberuflich schrieb. Als Romanautor setzte er zunächst mit „Lucia in Wartime“ (1985) und „Lucia Triumphant“ (1986) die Lucia-Reihe von E. F. Benson fort. Sein erster Fantasyroman „Expecting Someone Taller“ (1987) beruht auf Wagners „Ring des Nibelungen“ und stand in der Endauswahl des Crawford Award; „Who's Afraid of Beowulf?“ (1988), auf Deutsch 1993 bei Heyne als „Wer hat Angst vor Beowulf?“, greift die nordische Mythologie auf. Mit Steve Nallon schrieb er „I, Margaret“ (1989), eine Satire über Margaret Thatcher, als Thomas Holt historische Romane wie „A Song for Nero“. 2003 begann mit „The Portable Door“ die Reihe um J. W. Wells & Co., die Zauberfirma aus „The Sorcerer“ von Gilbert und Sullivan; der Roman wurde mit Christoph Waltz und Sam Neill verfilmt. Als Parker erschien ab 1998 die Fencer-Trilogie um den Gerichtsfechter Bardas Loredan, deren erster Band 1999 bei Knaur als „Stadt der Schwerter“ herauskam. In der Engineer-Trilogie (2005 bis 2007) plant ein aus seiner Stadt verbannter Ingenieur eine verwickelte Rache, 2008 folgte „The Company“. 2012 gewann Parker den World Fantasy Award für „A Small Price to Pay for Birdsong“, 2013 ein zweites Mal, 2016 war „Savages“ als Roman nominiert. „Sixteen Ways to Defend a Walled City“ (2019) erschien 2021 bei Panini als „Sechzehn Wege, eine befestigte Stadt zu verteidigen“; 2026 begann mit „Sister Svangerd and the Not Quite Dead“ eine neue Trilogie.

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