Tom Turtschi

Mit 50 Jahren begann Tom Turtschi, spekulative Literatur zu schreiben. Seine Erzählungen und Novellen erschienen in Magazinen wie Nova, Exodus und c't: "Huhn oder Ei" 2015 in Exodus, "Plug'n'Play" 2017 in c't, von 2019 bis 2021 "Don't Be Evil", "Die Pinocchioabteilung" und "Neuromarketing" in Nova. Geboren am 13. Mai 1964 in Biel, besuchte Turtschi die Kunstgewerbeschulen in Biel und Luzern und arbeitete einige Jahre als Zeichenlehrer und Kunstvermittler, in den Anfängen des Internets als Webdesigner. 1995 zog er ins Emmental, wo 1997 das Kulturzentrum hof3 als Seminarhaus und Begegnungsort eröffnet wurde; von 1997 bis 2019 fand dort jährlich ein Open-Air-Kino statt. 2017 erschien bei Seins-Fiction der Sammelband "Eniwetok. Die Flucht", darin "Paket Eternity", das 2018 beim Deutschen Science-Fiction-Preis auf Platz sechs kam. 2019 folgte bei p.machinery der Roman "Die Gotteszone. Die Reise ins Licht". 2020 gewann "Don't Be Evil" denselben Preis als beste Kurzgeschichte; Christine Witt lobte in der Laudatio das "erschreckend realistische Szenario" eines künftigen Kriegs und nannte die Geschichte "beklemmend". Der Science-Fiction-Autor und Kritiker Michael K. Iwoleit wies auf den Aktualitätsbezug der Erzählungen hin: Sie spielten in der Zukunft, seien aber mehr Gegenwartsanalyse als Exploration oder Weltraumabenteuer, und ihre Stimmung reiche vom Düster-Dystopischen bis zum Komisch-Absurden; Josefson hob im Standard die eigenwillige Erzählstimme hervor, im Genre keine Selbstverständlichkeit. 2023 erschienen bei p.machinery der Roman "Die blauen Hunde von Lop Nor", 2024 auf Platz sieben beim Deutschen Science-Fiction-Preis, und bei Cutting Edge der Erzählband "Protokoll Delta Bravo".

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