Uwe Anton
1980 bekam Uwe Anton einen Eintrag im "Lexikon der Science Fiction Literatur", das Hans Joachim Alpers mit anderen herausgab, allerdings unter seinem Pseudonym L. D. Palmer und mit fremdem Gesicht: Versehentlich zeigte das Bild Raymond A. Palmer, der damals schon nicht mehr lebte. Als L. D. Palmer und als Carsten Braun erschienen seit 1976 Hefte von ihm, unter anderem in den Reihen Terra Astra und Zauberkreis SF. Geboren wurde er am 5. September 1956 in Remscheid. 1979 schrieb er mit Thomas Ziegler den Roman "Zeit der Stasis", 1985 folgte "Erdstadt", beide bei Heyne. Für den Carlsen Verlag übersetzte Anton Comics, darunter Frank Millers "The Dark Knight Returns" und weitere Batman-Geschichten; außerdem übertrug er Romane von Dean R. Koontz und David Baldacci ins Deutsche. Für Koontz' "Im Bann der Dunkelheit" erhielt er 2000 den Deutschen Phantastik Preis für die Übersetzung. Bekannt wurde Anton vor allem durch die Heftserie Perry Rhodan. Seinen ersten Roman dafür, "Die Solmothen", schrieb er 1998. Ab Band 2505 übernahm er von Robert Feldhoff die Exposégestaltung der Serie und gab sie nach Band 2699 wieder ab. Daneben schrieb er Sachbücher über Philip K. Dick (1984 und 1993), Stephen King (1994) und A. E. van Vogt (2004). Als Herausgeber verantwortete er "Willkommen in der Wirklichkeit: Die Alpträume des Philip K. Dick" (1990), 1991 auch auf Englisch erschienen, und mit Ronald M. Hahn eine "Star-Trek Enzyklopädie" (1995). 2008 erschien der Band "Venus ist tot" mit Kurzgeschichten und Essays, 2018 sein Buch über Robert Silverberg.
- Geboren
- 5. September 1956
- Nationalität
- Deutschland