Volker Strübing

Volker Strübings künstlerische Laufbahn begann mit dem Programmieren von Musik für Spiele auf dem C64. 1990 entwickelte er mit Tobias Herre und Uwe Beneke für die Firma Blue Byte das Spiel Atomino. Geboren am 22. April 1971 in Sondershausen in Thüringen, wuchs er in Sachsen-Anhalt und, nach dem Umzug 1978 nach Berlin, im Bezirk Marzahn auf und lernte Facharbeiter für Datenverarbeitung. Am 4. Juli 1996 gründete er mit Tobias Herre, Andreas Krenzke, Uwe Beneke und anderen die Berliner Lesebühne LSD - Liebe statt Drogen. Von 2000 bis 2008 gehörte er zur Lesebühne Chaussee der Enthusiasten, im September 2000 rief er mit Dan Richter das Kantinenlesen ins Leben. Ab 2004 trat er allein oder mit Michael Ebeling als Team LSD regelmäßig bei Poetry Slams auf, mit kurzen satirischen Texten, die er vor allem zum Vorlesen schrieb. Im Oktober 2005 gewann er in Leipzig die Slam2005, die Meisterschaft des deutschsprachigen Raums, im November 2006 in München mit Ebeling den Teamwettbewerb; beim Stuttgarter Besen für Nachwuchskabarettisten erhielt er 2008 den Hölzernen Besen. Sein Roman "Das Paradies am Rande der Stadt" erschien 2005 bei Yedermann und kam beim Deutschen Science-Fiction-Preis 2006 in der Kategorie Bester Roman auf den zweiten Platz; 2013 folgte eine Neuauflage bei Voland & Quist. Dort erschienen auch die Geschichtenbände "Ein Ziegelstein für Dörte" (2007) und "Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals" (2013). Von Mai 2007 bis April 2018 gestaltete Strübing die Trickfilmreihe "Kloß & Spinne" und sprach alle Rollen selbst. 30 Folgen und fünf Kurzfolgen erschienen auf YouTube und in seinem Blog Schnipselfriedhof.de, die erste Staffel auch auf DVD. Fürs ZDF bereiste er 2009 mit Kirsten Fuchs für die vierteilige Reportage "Nicht der Süden" die Färöer, Dänemark, Island, Jan Mayen und Spitzbergen; zum 100. Todestag von Mark Twain drehte er mit der Moderatorin Patricia Schäfer die dreiteilige Reportage "Mister & Missis.Sippi", veröffentlicht 2010; zu beiden Reisen kam im selben Jahr ein Buch heraus. 2019 drehte er für 3sat "Auferstanden aus Platinen" über die Heimcomputerszene der DDR, als Autor, Regisseur und Sprecher, und schuf einen Großteil der Animationen selbst. Es folgten 2021 die essayistische Dokumentation "Ist das Zukunft oder kann das weg?" über Utopien vergangener Jahrzehnte, 2022 "Ich rechne, also bin ich" über künstliche Intelligenz und am 21. Oktober 2023 "Gott für Anfänger - Wie ich versuchte, den Glauben zu verstehen".

Geboren
22. April 1971

Bücher