Vonda N. McIntyre

Als dritte Frau erhielt Vonda N. McIntyre den Hugo Award für den besten Roman, 1979 für "Dreamsnake" (1978, deutsch "Traumschlange"), der auch den Nebula Award gewann. Der Roman erweiterte die Erzählung "Of Mist, and Grass, and Sand", für die sie ihren ersten Nebula bekommen hatte, und war vom ersten Lektor, der ihn sah, abgelehnt worden. McIntyre wurde 1948 in Louisville, Kentucky, geboren und kam Anfang der 1960er Jahre mit ihrer Familie nach Seattle. An der University of Washington schloss sie 1970 ein Biologiestudium mit Auszeichnung ab und setzte das Studium dort in der Genetik fort. Im selben Jahr besuchte sie den Clarion Writers Workshop, und ihre erste Kurzgeschichte, "Breaking Point", erschien. 1971 gründete sie mit Unterstützung des Clarion-Gründers Robin Scott Wilson in Seattle den Clarion West Writers Workshop, an dem sie bis 1973 mitwirkte. Ihr erster Roman, "The Exile Waiting" (deutsch "Die Asche der Erde"), erschien 1975. "The Entropy Effect" (1981, deutsch "Der Entropie-Effekt") war die erste eigenständige Geschichte in der Star-Trek-Reihe von Pocket Books; McIntyre hatte sie aus einem Drehbuch entwickelt, das sie mit 18 Jahren geschrieben hatte. Der Roman brachte ihr die Romanfassungen der nächsten drei Filme ein, "The Wrath of Khan", "The Search for Spock" und "The Voyage Home". Mehrere Vornamen, die sie Figuren gab, wurden kanonisch, darunter Hikaru Sulu und Winona für Kirks Mutter. Auf einem Podium über Science-Fiction im Fernsehen ärgerte sie sich über die Schwarzmalerei eines Mitdiskutanten und fragte, ob jemand "Starfarers" gesehen habe, eine großartige Miniserie, die wegen schlechter Sendeplätze kaum Zuschauer gefunden habe. Die Serie gab es nicht, doch die erfundene Handlung schien ihr einen guten Roman abzugeben: Es wurden "Starfarers" (1989) und drei Fortsetzungen. Auch "The Moon and the Sun", ein Roman am Hof Ludwigs XIV., wurde zunächst abgelehnt, erschien 1997 bei Pocket Books und gewann den Nebula Award; auf Deutsch hieß er "Am Hofe des Sonnenkönigs", später "Das Lied von Mond und Sonne". 2013 begann Pandemonium Pictures mit der Verfilmung "The King's Daughter", deren Start der Verleih Gravitas Ventures auf Januar 2022 legte. 2019 wurde McIntyre in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame aufgenommen. Sie starb am 1. April 2019 in Seattle. Kurz zuvor hatte sie ihren letzten Roman, "Curve of the World", abgeschlossen; ein Team gab ihn heraus, er erschien 2026. Clarion West richtete 2019 ein Stipendium in ihrem Namen ein, das Autorinnen und Schreibenden of Color die Teilnahme am Workshop ermöglicht.

Geboren
28. August 1948
Gestorben
1. April 2019
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher