Werner K. Giesa
Über 800 Romane schrieb Werner K. Giesa bis zu seinem Tod, die meisten als Heftromane für den Bastei-Verlag. Angefangen hatte er als Schüler mit Science-Fiction- und Fantasy-Geschichten, die er mit einem Spirit-Carbon-Umdrucker in seinem nichtkommerziellen Verlag terrapress vervielfältigte. Die Science-Fiction nannte er selbst das Genre, das ihn zum Schreiben gebracht hatte. Giesa wurde 1954 in Hamm geboren, machte 1974 Abitur und studierte in Paderborn Kunstgeschichte und Germanistik. Im Studium begann er zu zeichnen und gründete in den achtziger Jahren die Firma WK+DESIGN, die Werbung für neu gegründete Unternehmen machte; nach einigen Jahren schloss er sie, um mehr Zeit zum Schreiben zu haben. Den Zivildienst leistete er in einem Jugendfreizeitheim in Dorsten und blieb danach mehrere Jahre ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit. 1976 kam er zur Romanagentur Karin Grasmück, die 1977 seine ersten Romane an Bastei vermittelte. Ab Ende 1977 lebte er vom Schreiben und arbeitete anfangs nebenher als Springer für die Bundesmonopolverwaltung. 1978 schrieb er die ersten Romane für die Serie "Professor Zamorra", zu der er mit Band 111 stieß. Ab Band 362 schrieb er sie acht Jahre lang allein, und bis zu seinem Tod blieb er ihr Chefautor, zuerst unter dem Sammelpseudonym Robert Lamont, nach dessen Abschaffung unter seinem Namen. Für die Fantasy-Serie "Mythor" lieferte er in den achtziger Jahren zahlreiche Romane der letzten Bände und deren Exposés. Unter weiteren Namen schrieb er für den "Gespenster-Krimi" und "Damona King" (als Mike Shadow), den "Dämonenkiller" (als Merlyn G. Hastur) und "Die Terranauten" (als Art Norman), dazu für Reihen wie "320 PS-Jim" und "Trucker-King". In Buchform erschienen Perry-Rhodan-Planetenromane und Beiträge zur Fortschreibung der Serie "Ren Dhark", 1997 bei Heel mit Claudia Kern "Hagar Qim". Anfang der achtziger Jahre drehte er als Amateur drei Gruselfilme, darunter "Draculord", die gelegentlich auf Conventions liefen. 2003 erhielt er den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie nationaler Autor. Im selben Jahr begann er, immer mehr Zamorra-Romane von anderen Autoren schreiben zu lassen, und zog sich auf Koordination und Exposés zurück; die Exposé-Arbeit gab er Ende 2007 auf. Werner K. Giesa starb 2008 in Altenstadt.
- Gestorben
- 14. Februar 2008
- Nationalität
- Deutschland