Zoë Beck
Ihre ersten Kriminalromane veröffentlichte Zoë Beck unter dem Namen, mit dem sie am 12. März 1975 in Ehringshausen im Lahn-Dill-Kreis geboren wurde: Als Henrike Heiland erschienen 2006 und 2007 bei Bastei Lübbe "Späte Rache", "Zum Töten nah" und "Blutsünde". 2007 nannte sie sich in Zoë Beck um. Nach dem Abitur studierte sie als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes deutsche und englische Literatur in Gießen, Bonn und Durham und schloss mit einer Magisterarbeit über die Kriminalschriftstellerin Elizabeth George ab. Danach war sie Lektorin und TV-Producerin bei der Kirch-Gruppe, ab 2004 freie Autorin. Zuerst schrieb sie Drehbücher, für das ZDF-Kinderfernsehen etwa den Weihnachtsfilm "In der Weihnachtsbäckerei" mit Rolf Zuckowski, für den Disney Channel die deutsche Fassung der Sitcom "Disneys Kurze Pause"; von 2006 an veröffentlichte sie vor allem Prosa. Unter dem neuen Namen folgten ab 2008 Kriminalromane bei Bastei Lübbe und die Thriller "Brixton Hill" (2013) und "Schwarzblende" (2015) bei Heyne, für den zweiten erhielt sie 2016 den dritten Platz des Deutschen Krimipreises in der Kategorie National. Den Friedrich-Glauser-Preis bekam sie 2010, den Radio-Bremen-Krimipreis 2014 und 2018 die Goldene Auguste für ihre Verdienste um die Kriminalliteratur von Frauen. Mit dem Thriller "Paradise City" (2020) gewann sie den Deutschen Krimipreis 2020 in der Kategorie National und 2021 den Politkrimipreis der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung las ihn als "beunruhigendes Buch" mit viel Wirklichkeitsgehalt, die taz fand, Beck habe "die Stellschrauben der existierenden Welt eigentlich nur ein klein wenig weitergedreht", und Die Presse sah den dystopischen Roman "im besten Sinne in der Tradition der großartigen Margaret Atwood". 2021 stand sie auf der Nominierungsliste des Kurd-Laßwitz-Preises für den besten deutschsprachigen Science-Fiction-Roman. 2013 gründete sie mit Jan Karsten den Literaturverlag CulturBooks; 2024 erhielten beide den Karl-Heinz-Zillmer-Verlegerpreis. Als Übersetzerin übertrug sie unter anderem Sally Rooney und Pippa Goldschmidt, deren "Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen" ihr 2019 eine Nominierung für den Kurd-Laßwitz-Preis in der Kategorie Übersetzung eintrug. Sie führte Synchronregie bei Serien wie "The Terror" und "Orange Is the New Black". Sie saß im Vorstand der Litprom und gehörte ab 2018 der Jury des Kurt-Tucholsky-Preises an. 2021 war sie Stadtschreiberin in Tampere, im selben Jahr erschien bei Reclam ihr Sachbuch "Depression. 100 Seiten".
- Geboren
- 12. März 1975
- Nationalität
- Deutschland