American Gods
Shadow Moon kommt nach Jahren im Gefängnis frei und erfährt noch am Tag der Entlassung, dass seine Frau Laura bei einem Autounfall gestorben ist. Auf dem Rückflug bietet ihm der undurchsichtige Mr. Wednesday einen Job als Bodyguard an. Wednesday weiß auffällig viel über Shadows Leben, doch Shadow, der nichts mehr zu verlieren hat, nimmt an. Auf einer ersten Fahrt durch die USA trifft Shadow den Leprechaun Mad Sweeney, der ihm im Streit eine magische Goldmünze überlässt. Aus Trauer wirft Shadow die Münze ins Grab seiner Frau, worauf Laura als Wiedergängerin zurückkehrt. Wednesday führt Shadow zu einer Reihe alter Götter, darunter Mr. Nancy, den osteuropäischen Czernobog und die Bestatter Mr. Ibis und Mr. Jacquel, um sie für ein Vorhaben zu gewinnen: Er will sie gegen die neuen Götter der Medien, des Internets und des Geldes in Stellung bringen, deren Aufstieg die alten in Vergessenheit drängt. Der Roman verhandelt, wovon der Fortbestand von Göttern abhängt: vom Glauben und der Erinnerung der Menschen, die sie tragen. Er spiegelt darin den Wandel amerikanischer Identität zwischen den mitgebrachten Mythologien der Einwanderer und den Ritualen der Gegenwart, und stellt die Frage nach der Verlässlichkeit von Autoritätsfiguren wie Wednesday, deren Motive im Dunkeln bleiben. Empfehlung: Wer sich für Urban Fantasy mit mythologischem Unterbau interessiert, findet hier eine dichte Bestandsaufnahme amerikanischer Glaubenswelten, ausgezeichnet mit dem Hugo Award und dem Nebula Award 2002. Die deutsche Fassung liegt in zwei Übersetzungen vor: der Ausgabe von 2003 und dem ungekürzten Director's Cut von 2015, der dem englischen Originalumfang näherkommt.
- Erschienen
- 2001
- Seiten
- 576
- Verlag
- Bastei Lübbe
- ISBN
- 9783404206216
- Sprache
- de