Der Dieb der Zeit

Im Jahr 2042 gelingt der europäischen Biotechnik ein medizinischer Durchbruch: Jeff Baker, der 78-jährige "Vater der Datasphäre" und angesehene Computerpionier, wird als erster Mensch erfolgreich vom Greis zum 20-Jährigen verjüngt. Nach 18 Monaten Behandlung kehrt er mit dem Körper eines jungen Mannes, aber der Erfahrung und dem Ruhm seines bisherigen Lebens nach Hause zurück. Doch die Verjüngung bringt unvorhergesehene Konsequenzen mit sich. Anstatt seine wissenschaftliche Arbeit fortzusetzen, lebt Jeff nun hemmungslos seine zweite Jugend aus. Er wendet sich von seinem Freundeskreis ab und stürzt sich in ein Leben voller sexueller Abenteuer mit jungen Frauen. Dies führt zu einem verhängnisvollen Konflikt mit seinem Sohn Tim, einem verunsicherten Teenager, der selbst um Anerkennung und seine erste große Liebe kämpft. Hamilton untersucht die persönlichen und gesellschaftlichen Folgen einer revolutionären Technologie im Mikrokosmos einer Familie. Der Roman verzichtet auf Raumschlachten und spektakuläre Action zugunsten einer psychologisch tiefgreifenden Betrachtung menschlicher Natur, Familienbeziehungen und der Frage, was Unsterblichkeit für eine Gesellschaft bedeuten könnte. Empfehlung: Dieser Roman eignet sich für Leser, die nachdenkliche Science-Fiction schätzen und sich für die sozialen und ethischen Implikationen zukunftstechnologischer Entwicklungen interessieren. Wer von Hamilton actionreiche Space Operas erwartet, wird enttäuscht sein. Das Buch richtet sich an erwachsene Leser, die bereit sind, sich mit komplexen zwischenmenschlichen Konflikten und den dunkleren Seiten der menschlichen Natur auseinanderzusetzen.

Erschienen
2004
Seiten
508
Verlag
Bastei Lübbe
ISBN
978-3404232741
Sprache
Englisch
Genres
Hard Sci-Fi, Science Fantasy, Social Science Fiction, Transhumanistische SF / Posthuman-SF

Autoren

Serien