Der ewige Krieg
William Mandella, Physikstudent, wird als einer von vielen hochintelligenten Elite-Rekruten in die United Nations Exploratory Force eingezogen und unter anderem auf Charon ausgebildet, einem Planeten jenseits des Pluto, bevor die UNEF gegen die außerirdische Spezies der Taurier in den Krieg zieht. Über Kollapsare, kollabierte Sterne als Sprungpunkte, wird die Einheit in einem Augenblick tausende Lichtjahre weit ins All geschickt. Die Reisen zu und von den Sprungpunkten mit annähernder Lichtgeschwindigkeit dehnen die Zeit: Für Mandella und seine Kameradin Marygay Potter, mit der ihn eine Beziehung verbindet, vergehen nur Monate, während auf der Erde Jahre verstreichen. Der erste Einsatz führt zu einem Planeten bei Epsilon Aurigae, die Truppe ausgerüstet mit Kampfanzügen und durch hypnotische Konditionierung vorbereitet. Die Propaganda stellt die Taurier als monströs dar. Der Roman gilt als Verarbeitung der Kriegserfahrung des Autors, der 1968 und 1969 als Kampfpionier in Vietnam diente, und wird als Gegenstimme zu Robert Heinleins "Starship Troopers" gelesen. Im Zentrum steht, wie Krieg und Militär den Einzelnen entfremden: Die relativistische Zeitdilatation koppelt die Soldaten nicht nur von ihrer Heimat ab, sondern von deren gesellschaftlicher Entwicklung, und sie macht jede Bindung zu einer Frage der Zeitrechnung. Empfehlung: Militärische Science-Fiction, die den Krieg nicht rechtfertigt, sondern in Frage stellt und dabei Relativität und Zeit ernst nimmt. Der Roman erhielt 1975 den Nebula und 1976 den Hugo Award und ist der erste Band der Forever-War-Reihe, deren direkte Fortsetzung "Forever Free" 1999 folgte. Die deutsche Ausgabe erschien 1977 im Heyne Verlag.
- Erschienen
- 1974
- Seiten
- 300
- Sprache
- de
- Genres
- Military Science Fiction