Die Schrecken des Jahres 1000
Im Jahr 996 fällt Rodulf von Gardau, ein kleiner Ritter im mitteldeutschen Raum, dem New Feudal Management zum Opfer: Er verliert Land, Burg und Einkommen. Was zunächst wie ein klassischer Ritterroman um die erste Jahrtausendwende beginnt, entwickelt sich schnell zu einem fantasievollen Gesellschaftsexperiment mit Science-Fiction-Elementen. Der Protagonist entdeckt, dass seine Welt von einem gigantischen Konzern aus der Zukunft gesteuert wird, der mittels Zeitagenten die Geschichte nach dem "Großen Plan" manipuliert. Bauern und Bäuerinnen, Ritter und Kleriker verbünden sich gegen Adel und Kirche, eine europaweite Revolte droht die Geschichte aus ihrer Bahn zu werfen. Rodulf, selbst ein ehemaliger Agent dieses Konzerns, schließt sich den Aufständischen an und wird zum Katalysator einer Revolution, die alternative Gesellschaftsformen und Technologien hervorbringt. P.M. verwebt geschickt mittelalterliche Atmosphäre mit modernen gesellschaftskritischen Ideen und utopischen Visionen. Der Autor befasst sich mit lebbaren Utopien, demokratisch-anarchistischen Gesellschaftsmodellen jenseits jener staatsautoritären oder technokratischen Modelle und hinterfragt dabei unsere Vorstellungen vom "finsteren" Mittelalter. Empfehlung: Das Buch eignet sich für Leser, die Interesse an gesellschaftskritischer Science-Fiction haben, alternative Geschichtsverläufe schätzen und bereit sind, sich auf unkonventionelle Erzählformen einzulassen. Besonders ansprechend für alle, die sich für anarchistische Gesellschaftsmodelle, Systemkritik und utopische Literatur begeistern können.
- Erschienen
- 1996
- Seiten
- 312
- Sprache
- de
- Genres
- Alternate Reality, Science Fantasy, Social Science Fiction