Ich bin Legende

Los Angeles zwischen 1976 und 1979, nach einer Seuche, die fast die gesamte Menschheit getötet oder in Vampire verwandelt hat. Robert Neville scheint der einzige Überlebende zu sein und führt seine Immunität auf einen Fledermausbiss aus seiner Militärzeit zurück. Er hat sein Haus zu einer Festung ausgebaut: tagsüber zieht er los, um Nahrung und Material zu sammeln und schlafende Vampire zu töten, nachts wird er in seinem Haus von ihnen belagert. Unter den Belagerern ist auch sein ehemaliger Nachbar, inzwischen selbst zum Vampir geworden, der Neville gezielt psychisch quält. Mit den überlieferten Abwehrmitteln Knoblauch, Kruzifixe, Spiegel und Holzpfähle hält Neville die Vampire von sich fern, während der tägliche Überlebenskampf und die vollständige Isolation ihn an den Rand seiner Kräfte bringen. Der Roman verlegt den klassischen Vampirmythos in eine wissenschaftlich erklärbare Seuche und macht daraus eine Studie existenzieller Einsamkeit: Was bleibt von einem Menschen, der offenbar als Einziger seiner Art übrig ist? Nevilles Nächte hinter verbarrikadierten Fenstern erzählen weniger vom Kampf gegen Ungeheuer als vom Alleinsein selbst. Empfehlung: Wer sich für Horror und Science-Fiction mit existenziellem Kern interessiert, findet hier einen Klassiker, der thematisch an Daniel Defoes Robinson Crusoe erinnert, nur mit den Mitteln des SF-Horrors. 2012 zeichnete die Horror Writers Association den Roman als Vampire Novel of the Century aus, und er gilt als Quelle sowohl der modernen Vampir- als auch der Zombieliteratur. Drei Verfilmungen aus den Jahren 1964, 1971 und 2007 zeugen von seiner anhaltenden Wirkung.

Erschienen
1954
Seiten
220
Sprache
de
Genres
Dystopie / Postapokalypse

Autoren

Serien

In der Reihe Heyne - Bibliothek der Science Fiction Literatur

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