Ikarus
Auf einer Welt im Tau-Ceti-System, mehr als zwölf Lichtjahre von der Erde entfernt, hat sich eine fortschrittliche Zivilisation entwickelt. Doch die Menschen, die dort leben, sind nicht frei – sie leben unter der strengen Beobachtung der Regulatoren, einer mächtigen außerirdischen Spezies. Die einzige Hoffnung auf Freiheit ist ein Geheimprojekt namens Ikarus, das der Regierungsrat Takeder vorangebracht hat. Doch der ist gerade ermordet worden. Bücher.deAndreas Brandhorst Die Gesellschaft wird oberflächlich durch finanzielle Abhängigkeiten beherrscht, gesteuert von Holdings und deren Holdern, abgestuft in verschiedene soziale Schichten zwischen Kreditoren, Debitoren und Balancierten, deren einziger Zweck der Konsum ist – eine extreme Extrapolation heutiger Zustände. In Wahrheit sind jedoch auch die Holder nur Bauern in einem Schachspiel von wahrhaft kosmischen Ausmaßen. Der ermordete Holder findet sich in einem violetten Klon wieder, der nun außerhalb der sozialen Strukturen steht und keine Bürgerrechte hat. Mit Gedächtnislücken und Stimmen im Kopf muss er seinen eigenen Mord aufklären und entdeckt dabei die wahren Pläne seiner ursprünglichen Persönlichkeit. Ein komplexes Spiel zwischen verschiedenen Interessengruppen entsteht - den Liberalisten unter Mercurio, den Neuen Menschen von Splendoris Nova und den geheimnisvollen Regulatoren, deren wahre Ziele die Zeit selbst betreffen. Empfehlung: Dieses Buch ist besonders geeignet für Leser von anspruchsvoller deutschsprachiger Science Fiction, die komplexe Gesellschaftsentwürfe und kosmische Rätsel schätzen. Fans von Autoren wie Iain Banks oder Richard Morgan werden die Mischung aus Space Opera, Cyberpunk-Elementen und Gesellschaftskritik zu schätzen wissen. Ideal für alle, die gerne über 500 Seiten in detailliert ausgearbeitete SF-Universen eintauchen möchten.
- Erschienen
- 2015
- Seiten
- 608
- Sprache
- de
- Genres
- Cyber Punk, Social Science Fiction, Space Opera, Transhumanistische SF / Posthuman-SF