Imperator

"Imperator" ist der Auftakt zu Stephen Baxters vierteiliger Serie "Die Zeit-Verschwörung" und erzählt die Geschichte des römischen Britanniens über vier Jahrhunderte hinweg. Im Jahr 4 v. Chr. wird Nectovelin geboren, und bei seiner Geburt spricht seine sterbende Mutter eine rätselhafte Prophezeiung auf Latein - einer Sprache, die sie eigentlich nicht beherrscht. Diese Prophezeiung beschreibt zukünftige Ereignisse wie die römische Invasion Britanniens, die Ankunft eines Kaisers und den Bau des Hadrianswall. Die Geschichte verfolgt mehrere Generationen einer britannischen Familie, deren Schicksal durch diese mysteriöse Vorhersage geprägt wird. Baxter zeichnet ein detailliertes Bild der römischen Besatzung Britanniens, der kulturellen Veränderungen und des langsamen Niedergangs des Imperiums. Dabei verbindet er historische Genauigkeit mit spekulativen Elementen, ohne jedoch zu verraten, wer oder was hinter der Prophezeiung steckt. Der Roman ist primär ein Geschichtsroman mit phantastischen Elementen, der die gesellschaftlichen Entwicklungen, religiösen Wandlungen und politischen Umbrüche der Epoche beleuchtet. Die Science-Fiction-Aspekte bleiben subtil und geheimnisvoll, da die Natur des "Webers" - der vermutlich aus der Zukunft stammenden Macht hinter der Prophezeiung - ungeklärt bleibt. Empfehlung: Das Buch eignet sich besonders für Leser, die sich für römische Geschichte interessieren und gleichzeitig Gefallen an spekulativen Elementen finden. Fans von Stephen Baxters wissenschaftlich fundierten Werken könnten jedoch enttäuscht sein, da der Roman eher als historische Erzählung mit mystischen Untertönen funktioniert. Wer Geduld für langsam entwickelte Handlungsbögen mitbringt und bereit ist, auf die Folgebände zu warten, um das Geheimnis zu lüften, wird mit einem fundierten Einblick in die britannisch-römische Geschichte belohnt.

Erschienen
2006
Seiten
571
Sprache
de
Genres
Alternate Reality, Mystical / Theological Science Fiction, Social Science Fiction

Autoren

Serien