Wächter des Zwielichts

In einer Welt, die unserer eigenen zum Verwechseln ähnlich ist, leben die sogenannten "Anderen" - Vampire, Hexen, Magier und Gestaltwandler - seit Jahrhunderten unerkannt unter den Menschen. Diese Wesen beziehen ihre Macht aus dem Zwielicht, einer Zwischenwelt zwischen unserer Realität und dem Jenseits. Seit Anbeginn der Zeit herrscht ein fragiler Frieden zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit, überwacht von der Nachtwache der Lichten und der Tagwache der Dunklen. Als dritter Band der Wächter-Saga führt das Buch den Leser tief in die Geheimnisse dieser mystischen Welt ein. Anton Gorodezki, der Protagonist der Serie, muss sich in drei miteinander verwobenen Geschichten der fundamentalen Frage stellen, ob es möglich ist, einen gewöhnlichen Menschen in einen Anderen zu verwandeln. Dabei geraten die scheinbar klaren Grenzen zwischen Gut und Böse ins Wanken, und die vermeintlichen Unterschiede zwischen den verfeindeten Lagern lösen sich zunehmend auf. Die Handlung spielt vorwiegend im zeitgenössischen Moskau und verbindet geschickt mystische Elemente mit der rauen Realität des modernen Russlands. Lukianenko entwickelt dabei eine düstere Atmosphäre, die von philosophischen Überlegungen über die Natur von Gut und Böse durchzogen ist. Das Zwielicht selbst wird zu einem zentralen Handlungsort, in dem die Gesetze der normalen Welt ihre Gültigkeit verlieren. Empfehlung: Das Buch richtet sich an Leser, die komplexe Urban Fantasy mit philosophischen Untertönen schätzen und sich nicht vor moralischen Grauzonen scheuen. Besonders geeignet für Fans von düsterer Fantasy-Literatur, die Wert auf vielschichtige Charaktere und eine durchdachte Mythologie legen. Wer bereits die ersten beiden Bände der Serie gelesen hat, wird hier sowohl Antworten als auch neue, tiefgreifende Fragen finden.

Erschienen
2004
Seiten
479
Sprache
de
Genres
Science Fantasy, Supernatural Horror

Autoren

Serien