Fiona McIntosh

„Meine Hauptfiguren werden meist in brenzlige Lagen geworfen, in denen sie von ihrem Verstand leben müssen“, beschrieb Fiona McIntosh ihr Erzählen, „und ich brauche sie dabei, wie sie ab und zu sehr menschliche Fehlurteile treffen.“ Magie sei bei ihr zunehmend der Hintergrund einer Geschichte, statt dass einzelne Figuren sie zu viel oder zu oft ausübten. Geboren 1960 in Brighton, studierte sie dort Marketing, arbeitete in London in der Öffentlichkeitsarbeit und reiste mit 21 Jahren nach Australien. In Adelaide war sie Mitgründerin des Monatsmagazins „Travel News Australia“. Sie schrieb zunächst als Hobby, bis sie um 2000 in Tasmanien eine Schreibwerkstatt bei Bryce Courtenay besuchte, der sie ermutigte und förderte. Ihren ersten Roman, „Betrayal“ (2001), schrieb sie in fünf Wochen; ein Verlag nahm ihn als ersten Band der Trilogie „Trinity“. In der Trilogie „The Quickening“ (2003 und 2004) gibt Myrren, die letzte lebende Hexe, dem jungen Wyl Thirsk, dem Einzigen, der freundlich zu ihr war, bei ihrem Tod eine „Gabe“: Er kann nicht sterben, sondern nimmt den Körper dessen an, der ihn tötet. Bei Heyne erschien die Trilogie ab 2008 als „Der Feuerbund“, der erste Band, „Myrren's Gift“, als „Die dunkle Gabe“. Es folgten die Reihen „Percheron“ (2005 bis 2007) und „Valisar“ (2008 bis 2010); „The Scrivener's Tale“ (2012) spielt als Einzelroman wieder in der Welt von „The Quickening“. Anfang der 2000er Jahre gründete McIntosh in Adelaide einen Fantasy-Buchclub, zu dem Sean Williams, Tony Shillitoe, Joel Shepherd, Shane Dix, Lian Hearn und David Cornish gehörten; sie leitete Schreibwerkstätten und unterrichtete Fantasy-Schreiben am TAFE College. 2007 veröffentlichte sie als Lauren Crow den Kriminalroman „Bye Bye Baby“. Unter ihren späteren Romanen sind „The Lavender Keeper“ (2012, deutsch „Der Duft der verlorenen Träume“) und „The Pearl Thief“ (2018), ein Kriegsdrama, dessen Filmrechte sie 2021 an Hana Black Productions vergab. Im Juli 2024 schrieb sie an ihrem 46. Buch.

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