Gordon Dahlquist
Zwei Millionen Dollar Vorschuss soll Gordon Dahlquist für seinen ersten Roman bekommen haben, "The Glass Books of the Dream Eaters", das erste von zwei Büchern eines Vertrags. Das Buch, eine Mischung aus Fantasy und Science-Fiction in einer Zeit ähnlich der viktorianischen, erschien am 1. August 2006, erhielt viel Lob der Kritik und kam in den USA auf Bestsellerlisten. Dem Verlag Bantam hat es nach Schätzungen rund 851.500 Dollar Verlust gebracht. Auf Deutsch erschien es 2009 bei Blanvalet als "Die Glasbücher der Traumfresser", übersetzt von Bernhard Kempen. Dahlquist schreibt auch für das Theater: Sein erstes Stück in der Werkliste, "Babylon 55", zusammen mit Mark Worthington, wurde 1984 in Portland uraufgeführt. Er wurde 1961 in Seattle geboren, besuchte das Reed College und studierte danach Dramaturgie an der Columbia University in New York, wo er seit 1988 lebt und arbeitet. Seine Stücke wurden in New York und Los Angeles gespielt, zwei davon, darunter "Delirium Palace", erhielten den Garland Playwriting Award. Er gehört zu den Ehemaligen der New Dramatists, und seine Kurzfilme, bei denen er selbst Regie führte, liefen auf Festivals. Aus dem Roman wurde eine Trilogie: "The Dark Volume" (2008) erschien zuerst in Großbritannien bei Penguin, auf Deutsch 2009 als "Das Dunkelbuch", "The Chemickal Marriage" folgte im Juli 2012 und kam 2013 als "Die Alchemie des Bösen" heraus, beide übersetzt von Susanna Mende und ebenfalls bei Blanvalet. Daneben erschien 2013 der Jugendroman "The Different Girl". 2015 erhielt er für eines seiner Stücke den James-Tait-Black-Preis, und in der Werkliste steht als jüngstes "Red Chariot", 2019 am Undermain Theatre in Dallas uraufgeführt.
- Nationality
- Vereinigte Staaten