James Bradley

Sein erster Roman schaute zurück, sein zweiter nach vorn. „Wrack“ (1997) verbindet die Geschichte des halb mythischen „Mahogany Ship“, einer portugiesischen Karavelle, die an der Südküste Australiens zerschellt sein soll, mit Liebesgeschichten und einem Mordfall und fragt nach den erdachten Ursprüngen Australiens. „The Deep Field“ (1999) spielt in einer dystopischen nahen Zukunft. James Bradley, in Adelaide geboren, hatte eine Ausbildung zum Juristen gemacht, bevor er Schriftsteller wurde. Vor den Romanen erschien 1994 der Gedichtband „Paper Nautilus“, 1996 gab er „Blur“ heraus, eine Sammlung junger australischer Autoren. „The Resurrectionist“ (2006), lose angelehnt an die Morde von Burke und Hare, erzählt vom Absturz des jungen Anatomen Gabriel Swift und kam 2008 auf die Sommerleseliste von Richard & Judy. „Clade“ (2015) folgt drei Generationen einer Familie, um die möglichen Folgen des Klimawandels im 21. Jahrhundert auszuloten. 2020 erschien „Ghost Species“, 2025 „Landfall“. Als Kritiker schrieb er für australische Zeitungen und Zeitschriften; 2012 erhielt er den Pascall Prize for Criticism und wurde Australian Critic of the Year. Der Sydney Morning Herald zählte ihn 1997 und 2000 zu den besten jungen Romanautoren Australiens. 2021 erhielt er die Medal of the Order of Australia für seine Verdienste um die Literatur, 2025 für das Sachbuch „Deep Water“ (2024) den Douglas Stewart Prize der NSW Premier’s Literary Awards.

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