Bedenke Phlebas

Seit Jahren führen zwei interstellare Zivilisationen Krieg gegeneinander. Die Kultur kennt keinen Mangel und ist eng an ihre hyperintelligenten Maschinen gebunden, die Gehirne; die dreibeinigen, fast unsterblichen Idiraner sehen sich von ihrem Glauben verpflichtet, das Universum so einzurichten, wie es ihr Gott verlangt. Nach einem Hinterhalt hat sich ein junges Gehirn der Kultur auf Schars Welt gerettet. Über den Planeten, ein Mahnmal für eine untergegangene Zivilisation, wachen die Dra’Azon, gottgleiche Wesen ohne Körper, und lassen keine der beiden Kriegsparteien hinein. Das Gehirn holen soll Bora Horza Gobuchul, ein Wandler, der das Aussehen anderer Menschenähnlicher annehmen kann. Er kämpft für die Idiraner und gehörte früher zu einer kleinen Station von Wandlern auf Schars Welt, darum hoffen seine Auftraggeber, dass die Dra’Azon ihn durchlassen. Perosteck Balveda, Agentin der Besonderen Umstände der Kultur, enttarnt ihn; die Idiraner holen ihn heraus, doch ein Kreuzer der Kultur stellt ihr Schiff, und Horza wird ins All gestoßen. Aufgelesen wird er von der Clear Air Turbulence, einem Freibeuterschiff unter dem glücklosen Kapitän Kraiklyn, auf dem er sich seinen Platz im Zweikampf verdienen muss. Banks eröffnet den Zyklus um die Kultur aus der Sicht eines ihrer Gegner. Für Horza ist eine Zivilisation, die sich von ihren Maschinen lenken lässt, innerlich leer und am Ende ihres Weges; das treibt ihn an die Seite der Idiraner, obwohl ihm ihr rücksichtsloses Ausgreifen widerstrebt und ihr Gott nichts bedeutet. Empfehlung: Ein Einstieg in die Kultur, erzählt von ihrer Gegenseite, für alle, die Space Opera mit einer zwiespältigen Hauptfigur suchen. „Consider Phlebas“ (1987) war Banks’ erster veröffentlichter Science-Fiction-Roman; der Titel stammt aus T. S. Eliots Gedicht „The Waste Land“, ebenso wie der von „Look to Windward“ (2000), deutsch „Blicke windwärts“, das sich als lose Fortsetzung lesen lässt. Auf Deutsch erscheint der Roman als „Bedenke Phlebas“ bei Heyne in der Übersetzung von Rosemarie Hundertmarck.

Published
1987
Pages
763
Language
de
Genres
Space Opera

Authors

Series

In the Heyne - Masterpieces of Science Fiction series

In the Kultur-Zyklus series

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