Replay - Das Zweite Spiel

Jeff Winston ist 43, Rundfunkjournalist mit mäßiger Karriere und einer unglücklichen, kinderlosen Ehe, als ihn am 18. Oktober 1988 mitten in einem Telefonat mit seiner Frau ein Herzanfall trifft. Zu sich kommt er am 6. Mai 1963 im Schlafsaal seines Colleges, im Körper des Achtzehnjährigen, der er damals war, und mit der Erinnerung an alles, was in den 25 Jahren danach geschieht. Er beschließt, dieses geschenkte zweite Leben auszukosten. Mit Wetten auf Pferderennen und Baseballmeisterschaften, deren Ausgang er kennt, kommt er zu Geld, legt es in Aktien an, deren Aufstieg er vorhersieht, und wird Millionär. Seine Collegefreundin verlässt er und findet in Las Vegas mit Sharla eine neue Gefährtin; zugleich versucht er, den Lauf der Welt zum Besseren zu wenden. Der Roman bleibt nicht bei der Wunschphantasie vom Neuanfang stehen: Jedes Leben, das Jeff anders anlegt, ergibt eine Welt für sich, und aus der Wiederholung wird die Frage, ob ein Leben einen Sinn hat, wenn es sich immer wieder anders leben lässt. Empfehlung: Zeitreise ganz ohne Maschine, als Lebensbilanz erzählt: Der australische Autor Damien Broderick schreibt dem Roman zu, das „Replay“-Motiv eingeführt zu haben, und die englische Wikipedia führt ihn als Vorläufer von Harold Ramis’ Film „Groundhog Day“ (1993), deutsch „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Der Roman erhielt 1988 den World Fantasy Award. Ein Rezensent von buchwurm.org findet das Buch gut lesbar, kurzweilig und einfallsreich; etwas stören ihn unter anderem die vielen Sexszenen, die für ihn aber nicht Selbstzweck sind. Auf Deutsch erschien „Replay“ zuerst 1994 als „Das zweite Spiel“, die überarbeitete Neuausgabe von 2004 heißt „Replay - Das zweite Spiel“ (Heyne, übersetzt von Norbert Stöbe).

Published
1986
Pages
411
Publisher
Heyne
ISBN
9783453520103
Language
de
Genres
Time‑travel fiction

Authors

Series

In the Heyne - Masterpieces of Science Fiction series

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