Barsoom
Barsoom nennen seine Bewohner den Mars, bei Edgar Rice Burroughs einen sterbenden Planeten lose nach den Vorstellungen des Astronomen Percival Lowell: Kanäle verteilen das knappe Wasser, ein Atmosphärenwerk erneuert die dünner werdende Luft, und zerstrittene Stadtstaaten führen Krieg. Im ersten Roman, „A Princess of Mars“, sucht der Südstaatenveteran John Carter nach dem Bürgerkrieg in Arizona Gold, flieht vor Apachen in eine Höhle und findet sich auf dem Mars wieder. Die geringe Schwerkraft macht ihn dort ungewöhnlich stark; er gerät unter die grünen Tharks und begegnet Dejah Thoris, der Prinzessin von Helium. Burroughs begann die Romane 1911 zu schreiben; der erste lief zuerst als „Under the Moons of Mars“ in Fortsetzungen in The All-Story, unter dem Pseudonym Norman Bean. Die ersten drei Romane bilden eine Trilogie um Carter und Dejah Thoris, die Carter selbst erzählt. Auf Deutsch erschien „Die Prinzessin vom Mars“ 1972 bei Williams in der Übersetzung von Leni Sobez und 1996 bei Kranichborn in der von Franziska Willnow; 2019 folgte eine neue Übersetzung von Gabriele C. Woiwode. Carl Sagan las die Bücher als Junge und erinnerte sich an Barsoom als Welt verfallener Städte, den Planeten umspannender Kanäle und riesiger Pumpstationen; zwei Jahrzehnte hing eine Karte von Burroughs' Mars im Flur vor seinem Büro an der Cornell University. Ray Bradbury ließ sich für „The Martian Chronicles“ (1950) mit einem ähnlich sterbenden Mars von den Romanen anregen. 2012 brachte Disney den ersten Roman unter der Regie von Andrew Stanton als „John Carter“ ins Kino.
- Volumes
- 9
Books
Film and TV adaptations
- Princess of Mars (Film, 2009) · Based on: Book 1, Die Prinzessin vom Mars
- John Carter (Film, 2012) · Based on: Book 1, Die Prinzessin vom Mars