Berserker

Fred Saberhagens Berserker sind sich selbst vermehrende Maschinen, die alles Leben vernichten wollen, Weltuntergangswaffen, übrig aus einem interstellaren Krieg zweier außerirdischer Völker und benannt nach den Berserkerkriegern der nordischen Sage. In der Milchstraße sind nur die von der Erde stammenden Menschen aggressiv genug, ihnen entgegenzutreten. „Berserker“ verbindet die frühen Erzählungen, die ein Historiker der friedfertigen Carmpan berichtet, durch einen Rahmen; in der ersten muss der Held Intelligenz vortäuschen, um einen Feind zu überlisten, der herausfinden will, ob an Bord eines Raumschiffs ein bewusstes Wesen ist. Saberhagen erfand die Berserker spontan als Begründung für diese Geschichte, die 1963 als „Fortress Ship“ in Worlds of If erschien; der Einfall erwies sich als so ergiebig, dass er viele weitere Erzählungen und Romane darauf baute, bis „Rogue Berserker“ (2005). Für die Anthologie „Berserker Base“ (1985) schrieb er die verbindenden Stücke zu Beiträgen von Gastautoren wie Roger Zelazny, Connie Willis und Larry Niven. Moewig brachte „Berserker“ 1986 auf Deutsch heraus, übersetzt von Leonore Petz. Nach der Reihe heißt die Berserker-Hypothese, eine mögliche Lösung des Fermi-Paradoxons. David Brin fasste Saberhagens Antwort 1983 im Quarterly Journal of the Royal Astronomical Society so zusammen: Man hätte keinen außerirdischen Funkverkehr bemerkt, weil alle fremden Spezies kurz nach der Entdeckung des Funks getötet worden wären. Flying Buffalo brachte 1982 ein Brettspiel zur Reihe heraus, 1983 folgte das Videospiel „Berserker Raids“.

Bände
3

Bücher