Der Wüstenplanet
Frank Herberts Romanzyklus beginnt in ferner Zukunft in einem feudalen Imperium, in dem Fürstenhäuser Planeten als Lehen halten und denkende Maschinen seit Butlers Djihad verboten sind. Im ersten Roman, „Dune“ (als Buch 1965, deutsch „Der Wüstenplanet“, 1967), überträgt der Imperator dem Herzog Leto Atreides den Wüstenplaneten Arrakis, bisher Lehen des verfeindeten Hauses Harkonnen. Nur dort wird das Spice gewonnen, eine Droge, die das Leben verlängert, den Geist schärft und den Navigatoren der Raumfahrergilde die interstellare Raumfahrt ermöglicht. Erzählt wird vom jungen Paul Atreides, dem Sohn des Herzogs. Die Idee kam Herbert bei Recherchen zu einem Programm des US-Landwirtschaftsministeriums, das Dünen in Oregon befestigen sollte. Der Roman erschien von 1963 bis 1965 in zwei Teilen als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift Analog und 1965 als Buch bei Chilton, einem Verlag, der vor allem für Autoreparaturratgeber bekannt war. Bis 1985 schrieb Herbert fünf Fortsetzungen; die ersten drei Romane hängen eng zusammen, der vierte spielt Tausende Jahre später, die letzten beiden noch weiter in der Zukunft. Heyne brachte alle sechs von 1967 bis 1985 auf Deutsch heraus, 2016 den ersten Band in einer Übersetzung von Jakob Schmidt. „Dune“ gewann 1966 den erstmals vergebenen Nebula Award und den Hugo Award als bester Roman. Arthur C. Clarke schrieb, er kenne nichts Vergleichbares außer „Der Herr der Ringe“. Den ersten Roman verfilmten 1984 David Lynch, 2000 der Sci-Fi Channel als Miniserie und 2021 und 2024 in zwei Teilen Denis Villeneuve.
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- 6